Die Malerkapelle in Königslutter hat in den letzten zwei Jahren eine bemerkenswerte Transformation durchlaufen. Nachdem die alte Friedhofskapelle an der Samuel-Hahnemann-Straße 5 für eine grundlegende Sanierung geschlossen war, wird sie nun mit einem aufregenden Familienfest und einer spannenden Kunstausstellung wiedereröffnet. Es ist eine wahre Freude, dass der Kunstverein „Förderkreis Malerkapelle am Elm“ nach 20 Jahren unermüdlicher Arbeit in diesem historischen Gebäude diese Wiedereröffnung feiern kann!

Am Freitag, dem 22. Mai, um 18 Uhr, wird die erste Ausstellung „Flusskörper – Körperwasser“ von den talentierten Künstlerinnen Anita Marijana Bajic und Jette Held eröffnet. Diese beiden kreativen Köpfe sind die ersten Stipendiatinnen des neu ausgeschriebenen „SPRING-Stipendiums“, das 2025 erstmals vergeben wird. Ihr Projekt ist wirklich beeindruckend: Sie thematisieren mit ihren Experimentalfotografien die Beziehung zwischen Wasser und Körperlichkeit. Besonders faszinierend ist, dass sie über 24 Stunden Wasser aus dem Fluss Lutter entnehmen, es konsumieren, in ihren Körpern verarbeiten und schließlich wieder zurückführen. Ein eindrucksvoller Kreislauf, dokumentiert mit analogen und digitalen Medien!

Ein Fest für die ganze Familie

Der Samstag, 23. Mai, wird dann zum Höhepunkt der Feierlichkeiten. Von 14 bis 18 Uhr sind alle herzlich eingeladen, sich beim großen Fest zur Wiedereröffnung der Malerkapelle zu beteiligen, das gleichzeitig den Geburtstag des Grundgesetzes feiert. Verschiedene Vereine und Initiativen aus der Stadt werden sich präsentieren, und das Programm ist bunt gefächert! Kinder können sich auf eine Lesung von Klaus Walter freuen, während Yingmei Duan einen Kalligrafie-Workshop leitet. Für die kleinen und großen Schriftsteller gibt es eine offene Schreibwerkstatt und das „Kaffeekränzchen für Demokratie“ mit den „Omas gegen Rechts“ verspricht, ein schönes Miteinander zu werden. Zudem wird die Taize-Musikgruppe ein meditatives Konzert geben, das die Seele berührt.

Die Ausstellungsöffnungszeiten sind am Samstag und Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr – also genug Zeit, um die Werke der beiden Künstlerinnen zu genießen. Und das Beste? Der Eintritt und die Teilnahme an den Mitmachaktionen sind kostenlos! Eine Spende ist natürlich herzlich willkommen, um die Kunstszene in Königslutter weiterhin zu unterstützen.

Ein Denkmal für die Kultur

Die Malerkapelle selbst ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, das in die Liste der Kulturdenkmale Niedersachsens aufgenommen wurde. In Niedersachsen gibt es insgesamt 101 solcher Städte und Landkreise, die stolz auf ihr kulturelles Erbe sind. Königslutter, gelegen im südöstlichen Niedersachsen, hat eine reiche Geschichte, die bis in die Zeiten des Königreichs Hannover und des Herzogtums Braunschweig zurückreicht. Die regionale Gliederung und die Denkmalpflege sind wichtige Themen, die den kulturellen Reichtum unserer Region bewahren – und die Malerkapelle ist da keine Ausnahme.

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Jetzt, wo sich alles wiederbelebt, wird die Malerkapelle nicht nur ein Ort der Begegnung und der Kunst, sondern auch ein Symbol für den Zusammenhalt und die kreative Kraft der Gemeinschaft. Man könnte fast sagen, dass die Malerkapelle mit ihrer Wiedereröffnung am Puls der Zeit schlägt, bereit, Menschen zusammenzubringen und den Dialog über Kunst, Demokratie und unsere Umwelt zu fördern. Und wer weiß, vielleicht wird das Wasser der Lutter auch in Zukunft noch viele Geschichten erzählen!