Im Heidekreis, wo die Wiesen blühen und die Luft nach frischem Heu riecht, gibt es Geschichten, die das Herz berühren. Eine davon ist die von Simone, einer mutigen Frau Anfang 60, die seit drei Wochen in einem Hospiz lebt. Schwer an Krebs erkrankt, hat sie sich einen letzten Wunsch erfüllt: eine Reise an die Ostsee. Mit dem ASB-Wünschewagen, einem Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland, wird dieser Herzenswunsch Wirklichkeit. Die Fahrt führt sie und ihre Angehörigen nach Mecklenburg-Vorpommern, genauer gesagt zum Pferdehof Rudolph in Oberhof. Ein Ort, an dem die Seele aufblühen kann.

Die Fahrt mit dem Wünschewagen ist für Simone und ihre Familie kostenlos – ein Geschenk, das durch Spenden finanziert wird. Ehrenamtliche Helfer begleiten die Ausflüge, und ihre Unterstützung macht solche Momente erst möglich. Auf dem Pferdehof angekommen, empfangen Gerline und Frank Rudolph die Familie herzlich. Zwei prächtige Pferde, George und Captain Hook, warten bereits auf die Begegnung mit Simone. Der Moment, in dem sie von der Rolltrage in die Pferdekutsche wechselt, ist voller Emotionen. Die Kutschfahrt durch die malerische Landschaft, vorbei an sanften Rapsfeldern und mit Blick auf die glitzernde Ostsee, wird für sie zu einer Stunde, die sie nie vergessen wird.

Ein unvergessliches Erlebnis

Die frische Brise, die durch die Kutschen öffnenden Fenster weht, bringt nicht nur den Duft der Natur, sondern auch die Erinnerungen an bessere Zeiten zurück. Simone, die mit einem strahlenden Lächeln auf dem Gesicht die Pferde füttert, spürt die Lebensfreude, die sie für einen Moment umgibt. Danach geht es weiter nach Boltenhagen, wo ein herzhaftes Mittagessen auf dem Plan steht: Schnitzel, Bratkartoffeln und Gurkensalat. Ein einfaches, aber köstliches Menü, das die Familie bei schönstem Wetter auf der Seebrücke genießt. Hier wird es emotional – es könnte das letzte Mal sein, dass sie gemeinsam an diesem vertrauten Ort stehen. Tränen fließen, aber diese Traurigkeit vermischt sich mit Dankbarkeit für die schönen Erinnerungen, die sie teilen.

Auf der Rückfahrt, während die Landschaft an ihnen vorbeizieht, äußert Simone mit einem Lächeln: „Wenn Engel reisen … so ein schöner Tag!“ Diese Worte tragen so viel Hoffnung und Lebensmut in sich, dass sie auch die Herzen der Ehrenamtlichen berühren. Sie sind die wahren Heldinnen und Helden dieser Geschichte. Ihre Arbeit geht über die Organisation von Fahrten hinaus. Sie nehmen an Schulungen teil, die sie auf die emotionalen Herausforderungen vorbereiten, die sie bei den Wunschfahrten erwarten. Themen wie medizinische Grundlagen, der Umgang mit kritischen Situationen und die Kommunikation mit schwerstkranken Menschen werden behandelt. Diese Vorbereitung ist unerlässlich, um den Betroffenen und ihren Angehörigen in den entscheidenden Momenten beizustehen.

Werde Teil des Wunders

Jeder, der sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit interessiert, kann Teil dieser berührenden Initiative werden. Zukünftige Wunscherfüller:innen nehmen an Informationsveranstaltungen und technischen Einweisungen teil, bevor sie ihre erste Wunschfahrt antreten. Oft haben diese Ehrenamtlichen bereits Erfahrung in Pflege, Medizin oder Rettungsdienst, was ihnen hilft, in den sensiblen Momenten des Lebens zu unterstützen. Wer nicht direkt bei den Fahrten mitwirken möchte, hat auch die Möglichkeit, das Projekt in organisatorischen oder unterstützenden Rollen zu begleiten. So wird jeder Beitrag, egal wie klein, zu einem Teil des großen Ganzen.

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Die Reise von Simone zeigt, wie wichtig es ist, den Menschen, die in schwierigen Zeiten Unterstützung benötigen, einen letzten Wunsch zu erfüllen. Und dass es manchmal die kleinen Dinge sind, die in den Erinnerungen der Menschen einen großen Platz einnehmen. In dieser Welt voller Herausforderungen sind es diese besonderen Momente, die uns zeigen, was wirklich zählt.