Am 29. April 2026 wird der Himmel über der Weser zwischen Höxter und Beverungen von einem besonderen Geräusch erfüllt: Ein spezialisierter Helikopter aus Tirol, Österreich, wird in einer mehrwöchigen Laserbefliegung eingesetzt. Diese Maßnahme, die vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser (WSA) durchgeführt wird, zielt darauf ab, wichtige Geländedaten zu erheben, die für die Unterhaltung und die Maßnahmenplanung der Wasserstraßen von großer Bedeutung sind.

Die Helikopter-Crew wird in engen Streifen über die Weser fliegen und dabei zahlreiche Wendungen ausführen. Das Erfassungsgebiet erstreckt sich über die Ober- und Mittelweser, beginnend bei Hann. Münden und bis zum Weserwehr in Bremen. Dabei sind vermehrte Helikopterflüge in einer Flughöhe von rund 300 Metern zu erwarten, die in den betroffenen Landkreisen Göttingen, Kassel, Northeim, Höxter, Holzminden, Hameln-Pyrmont, Schaumburg, Herford und Minden-Lübbecke zu hören sein werden.

Laser-Scanning für den Gewässerschutz

Das eingesetzte Laser-Scanning ist eine hochmoderne Technik, die eine Lücke zwischen dem digitalen Geländemodell und den aquatischen Peilungen der Gewässersohle schließt. Der verwendete bathymetrische Laserscanner, der an den Helikopter montiert ist, tastet die Geländeoberfläche in einem ellipsenförmigen Muster ab und nutzt grüne Laserpulse, die gut ins Wasser eindringen. Dies sorgt dafür, dass die Datenerhebung sowohl für den Natur- und Gewässerschutz als auch für den Wassertourismus von großer Bedeutung ist, insbesondere im Rahmen des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“.

Die gesammelten Daten fließen in ein Modell des Flussschlauchs ein, das die Auswirkungen baulicher Veränderungen im Uferbereich berechnet. Diese Informationen sind nicht nur für die kurzfristige Planung wichtig, sondern auch für langfristige Strategien, die den Gewässerschutz und die nachhaltige Nutzung der Wasserstraßen fördern.

Neue Befliegung im Fokus

Zusätzlich zu dieser Befliegung plant das WSA Weser eine weitere Laserbefliegung im Bereich der Bundeswasserstraßen Aller und Leine, die am 25. August 2025 beginnen soll. Diese Maßnahme wird ebenfalls unter günstigen Bedingungen, wie niedrigem Wasserstand, durchgeführt. Die erhobenen Geländedaten werden hier als Grundlage für langfristige Maßnahmenplanungen im Projekt „AllerVielfalt Verden“ dienen, das Teil des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ ist.

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In diesem Zusammenhang werden die Daten auch in die Berechnung der Auswirkungen von baulichen Veränderungen im Uferbereich einfließen. Der Helikopter wird in einer Höhe von 220 Metern über das Erfassungsgebiet fliegen, das sich von Hademstorf bis zur Mündung in die Weser bei Verden erstreckt und auch die unteren 5 km der Leine umfasst. Diese Maßnahmen sind entscheidend für die nachhaltige Entwicklung der Wasserstraßen und deren Umgebung.

Insgesamt zeigt sich, dass die Kombination aus moderner Technik und gezielter Datenerhebung nicht nur für die Unterhaltung der Wasserstraßen von Bedeutung ist, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Gewässerschutz leisten kann. So wird die Weser und ihre Umgebung auch in Zukunft für alle Erholungssuchenden und Naturliebhaber ein lebenswertes Habitat bleiben.