In der Grafschaft Bentheim wird seit 2023 ein ganz besonderes Klang- und Begegnungsformat zelebriert: Die Lebenshilfe Grafschaft Bentheim hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Türen für barrierefreie Musik- und Kleinkunstveranstaltungen weit zu öffnen. Im Rampenlicht steht das „Ramba-Zamba-Festival“, das am 20. Juni 2023 am malerischen Kloster Frenswegen in Nordhorn stattfinden wird. Hier wird nicht nur musiziert, sondern auch das Miteinander gefördert und kulturelle Begegnungen geschaffen. Ein echtes Fest der Inklusion.

Ein zentraler Punkt des Festivals ist das inklusive Singer-Songwriting-Projekt „All inklusive“. Seit September 2025 wird hier fleißig an neuen Inhalten gearbeitet. Die Projektkoordinatoren Linda Grobbe, Oliver Koers, Manuela van Greuningen und Melina Carlucci bringen frischen Wind in die kreative Schaffenswelt, während die musikalische und pädagogische Leitung in den fähigen Händen von Manuela van Greuningen-Beyer und Oliver Koers liegt. Was das Ganze so besonders macht? Der partizipative Ansatz! Beschäftigte und Fachpersonal gestalten Inhalte und Abläufe gemeinsam, Entscheidungen zu Songtexten und Bandnamen werden im Team getroffen. Ein echtes Miteinander – das ist das Herzstück des Projekts.

Gemeinschaft und Begegnung

Die musikalische Reise wird tatkräftig unterstützt von Christopher Müller, auch bekannt als Chris I, der sein Können im Sounddesign und der Musikproduktion einbringt. Zudem sorgt Sky Lucy Hann für die technische Umsetzung. Der Fokus liegt nicht nur auf der Musik selbst, sondern auch auf dem Prozess der gemeinschaftlichen Musikentwicklung. Es entsteht ein Raum für Begegnungen, in dem sich Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenfinden und gemeinsam kreativ sein können. Zusammen mit der Lebenshilfe-Band „Tabuwta“ und dem inklusiven Tanzensemble „Traumtänzer“ der Tanzschule Jobmann entsteht ein kunterbuntes Programm, das Inklusion hörbar und sichtbar macht.

Wusstest du, dass die Förderung von Inklusion in Deutschland weit über dieses Festival hinausgeht? Das Bundesministerium für Kultur und Medien (BKM) hat klare Auflagen, die Inklusion stärken müssen. Die Zuwendungsbescheide der BKM sind nicht nur Bürokratie, sondern ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Ab April 2024 wird sogar eine „Vor-Ort Beratung“ bei der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel angeboten – ein weiterer Schritt in Richtung Barrierefreiheit.

Ein Blick in die Zukunft

Die BKM fördert das Festival von 2023 bis 2025 mit bis zu 140.000 Euro. Auch das Projekt „Access Maker“ von Un-Label e.V. erhält Unterstützung, damit noch mehr Menschen in der Kunst- und Kulturszene in die Gestaltung einbezogen werden können. Hier werden Qualifizierungsangebote zur Inklusion bereitgestellt, damit Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen eine bessere Arbeitssituation erhalten. Ziel ist es, dass Kulturinstitutionen inklusiv arbeiten und künstlerisches Personal mit Behinderungen einstellen. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, oder nicht?

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Die Zeit steht nicht still! Ab dem 1. Januar 2025 tritt das novellierte Filmförderungsgesetz in Kraft, das die kulturelle Teilhabe im Filmbereich verbessert. Besonders für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen wird es einfacher, an kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen. Barrierefreie Fassungen geförderter Filme müssen hergestellt werden, und die Sichtbarkeit barrierefreier Angebote wird durch Förderboni erhöht. Ein echtes Zeichen für mehr Inklusion, das auch die Kinolandschaft nachhaltig verändern könnte.

In der Grafschaft Bentheim wird mit dem Ramba-Zamba-Festival ein lebendiges Beispiel für diese Entwicklungen geschaffen. Hier wird nicht nur gefeiert, sondern auch die Idee von Inklusion und Teilhabe in die Tat umgesetzt. Ein Festival, das nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen öffnet!