Goldene Kruste: Bentheimer Bäcker glänzen bei Qualitätsprüfung
In der Grafschaft Bentheim ist die Freude groß. Anfang Juni fand die Qualitätsprüfung des Deutschen Brotinstituts statt, und die Mitgliedsbetriebe der Bäcker-Innung konnten mit herausragenden Ergebnissen glänzen. Insgesamt 68 Brote und Brötchen von sechs verschiedenen Bäckereien wurden unter die Lupe genommen, und das Resultat ist beeindruckend: 23 Produkte erhielten das Prädikat „Gold“. Davon entfallen 14 Auszeichnungen auf Brote und 9 auf Brötchen. Es ist schon eine Kunst, so viele Goldstatus-Produkte zu kreieren, und das nicht ohne Grund. Der Gold-Status wird nur vergeben, wenn die Produkte drei Jahre in Folge mit „sehr gut“ bewertet werden. Das ist eine echte Herausforderung!
Die Zahlen sprechen für sich: 53 Produkte wurden mit „sehr gut“ bewertet, während 13 mit „gut“ ausgezeichnet wurden. Nur zwei Erzeugnisse schafften es nicht auf das Treppchen der Prämierungen. Christian Tietmeier, Obermeister der Bäcker-Innung, war sichtlich stolz über die Leistungen seiner Mitglieder. Besonders hervorzuheben ist die Bäckerei Sundag GmbH & Co. KG aus Schüttorf, die mit zehn Gold-Auszeichnungen die meisten Preise einheimste. Ihre prämierten Produkte wie das Weltmeisterbrötchen oder das Dinkel-Ruchmehl-Brot sind nicht nur geschmacklich ein Hit, sondern auch ein wahrer Augenschmaus!
Goldene Auszeichnungen und ihre Meisterwerke
Doch nicht nur die Bäckerei Sundag hat abgeräumt. Auch die Bäckerei Konditorei Café Tietmeier aus Bad Bentheim hat mit neun Gold-Auszeichnungen kräftig in die Prämierungskiste gegriffen. Ihre Leckereien – wie die Camperstange und das Dinkel-Vechte-Brötchen – versprechen ein Geschmackserlebnis der besonderen Art. Die Bäckerei Naber glänzte mit zwei Goldmedaillen für ihre Kürbis-Mais Brötchen und das Müslibrot. Auch die Bäckerei Heuser durfte sich über zweimal Gold für ihr Hausbrot freuen. Das Quark Mehrkornbrot von Bäckerei Arends erhielt ebenfalls die begehrte Auszeichnung. Bäckerei Brandt konnte mit drei „Sehr gut“-Bewertungen und einer weiteren Auszeichnung für ein Brötchen auftrumpfen. Ein echtes Fest für die Sinne!
Die Qualitätsprüfung ist nicht einfach nur ein Wettbewerb; sie ist ein anerkannter Maßstab zur Bewertung handwerklich hergestellter Backwaren. Bewertet werden dabei das Aussehen, die Kruste, die Lockerung, die Struktur, der Geruch und natürlich der Geschmack. Und das macht die Sache so spannend!
Ein Blick auf die Brotkultur
Im Kontext dieser Erfolge ist es wichtig, einen Blick auf die deutsche Brotkultur zu werfen. Deutschland hat über 3.000 verschiedene Brotspezialitäten, und mehr als 8.900 Handwerksbäcker sorgen täglich dafür, dass wir mit frischen Backwaren versorgt werden. Im Januar 2026 wurde das Roggenbrot zum Brot des Jahres gekürt – eine Auszeichnung, die in Berlin auf der Grünen Woche feierlich überreicht wurde. Roggenbrot steht für geschmackliche Vielfalt und ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Die Verwendung von Sauerteig bei der Zubereitung steigert das Aroma und die Bekömmlichkeit, was es zu einer hervorragenden Wahl macht.
Das Deutsche Brotinstitut hat sich der Aufgabe verschrieben, unsere Brotkultur zu sichern und zu fördern. Jährlich führen sie rund 15.000 sensorische Qualitätsprüfungen durch, um sicherzustellen, dass wir auch in Zukunft in den Genuss von hochwertigen Backwaren kommen. Der Erhalt dieser Tradition erfordert jedoch Unterstützung durch passende politische Rahmenbedingungen. Bürokratieabbau und Reformen im Arbeitsrecht sind hier nur einige der Herausforderungen, die es zu meistern gilt.
Inmitten all dieser Erfolge und Herausforderungen bleibt die Leidenschaft für das Backhandwerk ungebrochen. Die Bäcker der Grafschaft Bentheim zeigen eindrucksvoll, dass sie nicht nur Meister ihres Fachs sind, sondern auch mit Herz und Hingabe ihre Produkte kreieren. Das schmeckt man einfach!
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