Es ist ein trauriger Tag für die Insel Wangerooge und ihre Bewohner. Curt Hanke Hanken ist im Alter von 87 Jahren in Wilhelmshaven verstorben. Ein Mann, der nicht nur das Hotel Hanken, eine der beliebtesten Adressen auf der Insel, über Jahrzehnte prägte, sondern auch das Herz und die Seele der Inselgemeinschaft war. Zusammen mit seiner Frau Ute führte er seit 1960 das Hotel Hanken, das 1904 von seinen Großeltern, Theodora und Engelhard Hanken, gegründet wurde. Es ist wirklich beeindruckend, wie eine Familie über so viele Generationen hinweg in der Gastronomie aktiv war – das Hotel Hanken ist ein echtes Stück Wangerooger Geschichte.

Die Lage des Hotels ist einfach traumhaft: nur einen Katzensprung vom Hauptbadestrand entfernt, umgeben von Kureinrichtungen und dem Meerwasserschwimmbad. Die gemütlichen Gasträume, die überdachte Hotelterrasse und das großzügige Restaurant mit regionalen Spezialitäten lassen keine Wünsche offen. Ein bekanntes Highlight ist die bodenständige Küche – hier gibt es Fisch und Fleisch vom Feinsten, alles frisch und mit viel Liebe zubereitet. Und nicht zu vergessen, das Hotel Hanken ist mit drei Sternen ausgezeichnet! Das ist schon etwas Besonderes, oder?

Ein Leben für die Seefahrt und die Gemeinschaft

Curt Hanken war nicht nur Hotelier, sondern auch ein leidenschaftlicher Seemann. Viele Seereisen unternahm er mit seinem Bruder Onno sowie anderen Kapitänen. Auch als Steward auf einem Schiff sammelte er Erfahrungen, bevor er die Hotelfachschule in Bad Wiessee besuchte. Ein Mann, der die Weiten des Meeres liebte und diesem Abenteuer seinen Platz im Leben einräumte. Auf Wangerooge war er eine bekannte Persönlichkeit, die zu besonderen Anlässen sogar eine Drehorgel bediente – seine „Gage“ spendete er für gute Zwecke. Ein wirklich bewundernswerter Charakter!

Sein Engagement für die Inselgemeinschaft war bemerkenswert. Curt Hanken war einige Jahre Mitglied der CDU im Rat der Gemeinde Nordseeheilbad Wangerooge und wirkte von 2003 bis 2019 im Gemeinderat der evangelischen St. Nikolai-Gemeinde. Auch im Seniorenbeirat war er aktiv, auch wenn ein Schlaganfall vor drei Jahren seine ehrenamtliche Tätigkeit einschränkte. Dennoch, die Spuren, die er hinterlassen hat, werden bleiben.

Tradition und Wandel

Das Hotel Hanken hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1945 wurde es zu Dreivierteln bei einem Bombenangriff zerstört, doch die Familie baute es wieder auf – eine wahre Geschichte von Durchhaltevermögen und Liebe zu ihrem Handwerk. Curt und Ute Hanken führten das Hotel als dritte Generation, und gemeinsam mit Geschäftsführer Hanke Rippen sicherten sie den Übergang zur vierten Generation mit Damir Hanken an der Spitze. Es ist eine schöne Vorstellung, dass die Familientradition fortgesetzt wird, auch wenn das Hotel ab 2026 einen neuen Eigentümer haben wird.

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Im Januar 2023 feierten Curt und Ute Hanken ihre diamante Hochzeit – ein wunderbares Jubiläum, das sicherlich nicht nur für die beiden, sondern auch für die gesamte Inselgemeinschaft von Bedeutung war. Es zeigt, wie tief verwurzelt diese Familie auf Wangerooge ist.

Ein Blick zurück in die Geschichte der Gastronomie

Die Geschichte des Gastgewerbes ist so alt wie die Menschheit selbst. Bereits im antiken Römischen Reich gab es eine vielfältige Gastronomie-Szene. Garküchen und Tavernen waren Orte der Geselligkeit, wo sich die Menschen trafen, um einfache Speisen und Wein zu genießen. Diese Tradition hat sich über die Jahrhunderte verändert, aber der Kern ist geblieben: Gastronomie ist mehr als nur Nahrung – sie ist ein Ort der Begegnung, des Miteinanders und des Genusses. Im Spätmittelalter erlebte die Wirtshauskultur einen Boom, und die heutigen Gästehäuser sind das Resultat dieser langen Entwicklung.

So wird das Andenken an Curt Hanke Hanken und sein Lebenswerk auch weiterhin mit dem Hotel Hanken verbunden sein. Ein Ort, an dem nicht nur übernachtet wird, sondern der mit der Geschichte der Insel und ihrer Menschen verwoben ist. Wangerooge wird ihn vermissen.