Heute ist der 15.07.2026, und im Landkreis Diepholz blühen die Gärten in voller Pracht. Die Obstbäume tragen üppige Früchte, und die Erntezeit hat begonnen. In diesem Monat kann man die süßen Kirschen und saftigen Zwetschgen ernten – der Sommer zeigt sich von seiner besten Seite! Aber wie sorgt man dafür, dass der eigene Garten nicht nur schön aussieht, sondern auch ein Zuhause für viele nützliche Insekten und Vögel wird? Naturgartenexperte Henning Greve-Töbelmann hat einige wertvolle Tipps, die wir hier gerne teilen möchten.

„Mähen, bis es blüht“ – so lautet eine von Greve-Töbelmanns Empfehlungen. Ein wenig Unordnung im Garten kann Wunder wirken! Bereiche mit höherem Gras sollten stehen gelassen werden, denn sie bieten Lebensraum für allerlei Insekten, darunter auch Heuschrecken. Die Idee ist einfach: Je vielfältiger die Flora, desto besser für die Fauna. Bienen und andere Insekten profitieren besonders von bunten Blüten und Nektar. Und ganz ehrlich, wer könnte bei einem bunten Blütenmeer schon widerstehen?

Obstbaumschnitt und Erntetipps

Aktuell ist Kirschenzeit, und während man sich über die ersten Früchte freut, gibt es auch Herausforderungen. Würmer können das Obst befallen, und hier sollte man aktiv werden. Greve-Töbelmann empfiehlt, Äste zurückzuschneiden, um besser an die Früchte zu gelangen. Ein sommerlicher Schnitt schadet den Obstbäumen nicht, im Gegenteil, er kann die Ernte bei Kirschen und Zwetschgen sogar verbessern. Ah, und nicht zu vergessen: Die Apfelbäume sollten luftig sein, sodass man „einen Hut hindurchschmeißen könnte“. Das lässt uns gleich an die nächste Gartenparty denken!

Gießen ist ein weiterer Punkt, der oft zu wenig Beachtung findet. Es sollte sparsam erfolgen, aber Pflanzen mit höherem Wasserbedarf müssen natürlich mehr Wasser bekommen. Je nach Bodentyp variiert der Wasserbedarf: Sandböden benötigen mehr Wasser, während ein Sand-Lehm-Gemisch, wie es Greve-Töbelmann in seinem Garten hat, ideal ist. Ein gut durchdachtes Bewässerungssystem kann hier wahre Wunder wirken.

Ein Paradies für Insekten und Vögel

Doch wie schafft man es, die Insektenpopulation zu fördern und den Vögeln einen geeigneten Lebensraum zu bieten? Der NABU hat einige Tipps parat, die jeder Gartenliebhaber beherzigen kann. Zum Beispiel: Nistkästen aufhängen! Diese unterstützen Vögel und Fledermäuse bei der Suche nach Brutplätzen. Dabei ist es sinnvoll, verschiedene Nistkästen für unterschiedliche Vogelarten anzubieten und sie in Augenhöhe nach Südosten auszurichten.

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Auch das Pflanzen von heimischen Bäumen wie der Vogelkirsche oder der Linde kann den Garten in eine Oase für Insekten und Vögel verwandeln. Sie bieten Schatten, Schutz und Nahrung. Ein Naturzaun aus Kletterpflanzen verwandelt Weidenzäune in blühende Lebensräume – eine großartige Möglichkeit, die Natur zu fördern. Und das Beste? Totes Holz sollte im Garten belassen werden, denn es stellt einen Lebensraum für viele Tiere dar und bereichert den Boden mit Nährstoffen.

Vielfalt im Garten

Eine bunte Vielfalt an Pflanzen ist entscheidend, um Insekten zu schützen. Früh-, Mittel- und Spätblüher sollten im Garten vorhanden sein. So finden die kleinen Helfer das ganze Jahr über Nahrung. Und keine Sorge, auch in kleinen Gärten funktionieren Nisthilfen und passende Pflanzen wunderbar. Bei der Auswahl der Pflanzen sollte man auf mehrjährige Arten achten, da sie oft robuster sind und länger Freude bereiten.

Die eigenen Kräuter anzubauen, ist nicht nur gesund, sondern benötigt auch wenig Platz. Kräuterspiralen bieten unterschiedliche Standortbedingungen für verschiedene Kräuterarten und sehen dabei auch noch schön aus. Und wenn man schon dabei ist, kann man gleich Mischkulturen anlegen. Die Kombination von Gemüse und heimischen Stauden fördert das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen. Ein bisschen Planung kann hier also nicht schaden!

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Garten nicht nur eine Augenweide sein sollte, sondern auch ein Rückzugsort für viele Lebewesen. Mit ein paar kleinen Veränderungen – und vielleicht ein bisschen mehr Chaos – kann jeder seinen Garten in ein kleines Paradies verwandeln. Vielleicht inspiriert der eine oder andere Leser sich ja, mit der eigenen grünen Oase etwas Gutes für die Natur zu tun. Denn jeder Schritt zählt, und zusammen können wir Großes erreichen!

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