In Dannenberg an der Elbe tut sich etwas Spannendes: Ein neues Kapitel der Geschichte wird aufgeschlagen! Die Stadt hat eine Multimediashow eröffnet, die an die Gefangenschaft des dänischen Königs Waldemar II. vor 800 Jahren erinnert. Ja, genau – 800 Jahre! Das ist schon eine Hausnummer. Die Schau findet im Waldemarturm statt, einem beeindruckenden 33 Meter hohen Wahrzeichen, das auch als Regionalmuseum dient. Hier wird Geschichte lebendig, und das nicht nur für Geschichtsinteressierte.

Waldemar II. und sein Sohn waren von 1223 bis 1225 in Dannenberg gefangen gehalten. Wie es dazu kam? In einer dramatischen Nacht – vom 6. zum 7. Mai 1223 – wurde der König von Heinrich Graf von Schwerin entführt, während er sich auf der dänischen Insel Lyö aufhielt. Ein gewagter Plan, der weitreichende Folgen für die Machtverhältnisse im Ostseeraum bis ins Baltikum hatte. Waldemar II. wurde schließlich gegen die Rückgabe rechtselbischer Gebiete und die Zahlung von Lösegeld freigelassen, während sein Sohn noch einige Jahre in Haft blieb. Ein recht unschönes Schicksal für einen König! Doch es gibt noch mehr zu entdecken.

Einblicke in die Dauerausstellung

Die Ausstellung im Waldemarturm bietet eine bunte Palette an Leuchtbildern und akustischen Informationen, die das Publikum individuell vertiefen kann. Es ist fast so, als würde man durch die Zeit reisen! Die Eröffnung war zwar von Turmsanierungen und wissenschaftlichen Bauuntersuchungen begleitet, doch am 16. September 2023 fand ein „Soft Opening“ im Rahmen der „Langen Nacht der Künste“ statt. Ein Festakt – mit vielen interessierten Gesichtern – hatte zuvor um 15.30 Uhr im Dannenberger Ostbahnhof stattgefunden, wo Universitätsprofessoren über die Gefangenschaft Waldemars II. und seines Sohnes Waldemar III. sprachen.

Sollte man sich die Frage stellen, ob Waldemar II. tatsächlich im Waldemarturm inhaftiert war, dann gibt es eine interessante Wendung: Ein Gutachten von Bauhistorikern hat ergeben, dass der Turm erst zwischen 1250 und 1350 erbaut wurde. Also, wo war der König dann wirklich? Wahrscheinlich in einer Vorgängerburg auf dem Amtsberg. Solche Details machen die ganze Geschichte noch fesselnder!

Ein kulturelles Highlight für Dannenberg

Der Waldemarturm wird durch diese Ausstellung zu einem Ort, der nicht nur die Geschichte Dannenbergs erzählt, sondern auch die der Region Schleswig-Holstein und Mecklenburgs beeinflusst hat. Die Stadt plant eine Dauerausstellung, die die Besucher mit Projektionen historischer Protagonisten und Szenen an Backsteinmauern verzaubert. Die Gesamtkosten für die Turmsanierung und das neue Rund-Dach belaufen sich auf mindestens 800.000 Euro. Ein ordentlicher Batzen, aber die Hoffnung auf EU-Projektfördermittel gibt der Stadt einen kleinen Lichtblick.

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Die Ausstellung ist als Multimedia-Show konzipiert, ohne physische Objekte. Stattdessen werden Audio-Texte und vertiefende Inhalte auf Tablets bereitgestellt. Irgendwie modern, oder? Da wird Geschichte auf eine ganz neue Art erlebbar. Wer hätte gedacht, dass eine solche Schau in Dannenberg möglich ist? Die Zukunft sieht vielversprechend aus, und die Menschen haben die Chance, Teil dieser faszinierenden Erzählung zu werden.