Am Freitagabend, in der gemütlichen Atmosphäre des „Janssens Tanzpalast“ in Lüdingworth, fand die Dienst- und Verbandsversammlung der Cuxhavener Feuerwehr statt. Stadtbrandmeister Dennis Joost ergriff das Wort und unterstrich, wie wichtig Wertschätzung, Vertrauen und vor allem Kameradschaft für die Feuerwehr sind. Es sind nicht nur die Einsätze, die zählen, sondern das Miteinander, das die Feuerwehr zu einer Familie macht. Ein Gefühl, das man fast greifen kann, wenn man in die Gesichter der aktiven Mitglieder schaut – 406 sind es derzeit, die im Jahr 2025 gesund zu ihren Familien zurückkehrten. Ein guter Grund, um gemeinsam zu feiern.

Die Zahlen sind beeindruckend: Insgesamt rückten die Cuxhavener Ortsfeuerwehren stolze 934-mal aus. Dabei gab es 420 technische Hilfeleistungen und 192 Fehlalarme. Statistisch gesehen bedeutet das fast dreimal pro Woche einen Löscheinsatz – die meisten davon waren Kleinbrände: 131. Aber auch die größeren Einsätze waren nicht zu verachten, mit 13 Mittel- und sieben Großbränden, die registriert wurden. Ein Jahr voller Herausforderungen, das durch zahlreiche Jubiläen und besondere Aktionen geprägt war, wie etwa „20 Jahre Berufsfeuerwehr Cuxhaven“ und dem Tag der Feuerwehr.

Jugendarbeit und Investitionen

Besonders hervorzuheben ist die wertvolle Arbeit der sechs Jugend- und zwei Kinderfeuerwehren im Stadtgebiet. Hier wird Teamgeist und Sozialverhalten gefördert, und die Jüngeren werden auf das Leben im Feuerwehrdienst vorbereitet. Es ist toll zu sehen, wie die Flamme des Engagements in der nächsten Generation weitergegeben wird. Über 100 Ausrüstungssätze für persönliche Schutzausrüstung wurden bereits beschafft, und die Feuerwehr plant, eine Drohne anzuschaffen. Innovative Schritte, die zeigen, dass man auch in der Feuerwehr mit der Zeit geht.

Oberbürgermeister Uwe Santjer ließ es sich nicht nehmen, bei der Versammlung von den Investitionen in Höhe von 3,5 Millionen Euro in den Fuhrpark der Wehren zu berichten. Ein Mannschaftstransportfahrzeug wurde symbolisch an die Freiwillige Wehr in Sahlenburg übergeben. Diese Investitionen sind nicht nur Zahlen, sie sind ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit, die die Feuerwehr leistet. Es ist eine Art, den Rückhalt zu zeigen, den die Stadt ihren Feuerwehrleuten gibt.

Ein Blick auf die Brandstatistik

Die Bedeutung solcher Investitionen wird besonders deutlich, wenn man die aktuelle vfdb-Brandschadenstatistik betrachtet. Diese dient der Risikobewertung von Gebäudebranchen in Deutschland und hat sich über die Jahre zu einer umfassenden Sammlung statistischer Daten entwickelt. Küchen sind laut der Statistik der häufigste Ort für Brände, und in Wohngebäuden machen sie fast die Hälfte aller Brände aus. Die Feuerwehr hat also nicht nur die Aufgabe, Brände zu löschen, sondern auch, präventiv tätig zu sein und Aufklärung zu leisten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Es ist ein ständiger Wettlauf gegen die Zeit und die Flammen, besonders wenn man bedenkt, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten. Die Herausforderungen sind groß, insbesondere im Holzbau, wo die Brandausbreitung schneller voranschreitet und der Löschwasserbedarf steigt. Die Feuerwehr muss sich ständig weiterentwickeln und neue Strategien finden, um diesen Gefahren zu begegnen.

Die vfdb ruft zudem alle Feuerwehren zur Teilnahme an der Datenerfassung auf, um wertvolle Erkenntnisse für den abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz zu liefern. Jeder Einsatz zählt und kann helfen, die Sicherheit für alle zu erhöhen. Es ist ein eindringlicher Appell, und die Feuerwehr Cuxhaven scheint diesen Weg mit Bravour zu gehen.