In der kleinen Gemeinde Midlum, im malerischen Landkreis Cuxhaven, geschah am Freitagabend etwas, das wohl vielen Anwohnern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Gegen 22:30 Uhr führte das Polizeikommissariat Geestland eine Routinekontrolle durch. Ein schwarzer BMW mit Bremerhavener Kennzeichen fiel auf, und was die Beamten dann entdeckten, war alles andere als erfreulich. Das Auto war nicht nur nicht zugelassen und nicht versichert, es prangten auch gestohlene Kennzeichen an dem Fahrzeug.

Der Fahrer, ein 40-jähriger Mann aus Bayern, hatte zudem keine gültige Fahrerlaubnis. Doch das war noch nicht alles. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass er unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln stand. So wurde eine Blutprobe entnommen, um den genauen Zustand zu überprüfen. Irgendwie ironisch, dass ein Fahrer, der offensichtlich in Schwierigkeiten steckt, auch noch Kraftstoffkanister im Kofferraum hatte – und das, während er verdächtigt wird, für mehrere Tankbetrügereien in der Region verantwortlich zu sein.

Die Hintergründe der Kontrolle

Die Kontrolle in Midlum war kein Zufall. In letzter Zeit gab es vermehrt Berichte über Tankbetrügereien im Landkreis Cuxhaven, und die Polizei war hellwach. Die Beamten hatten einen Verdacht, der sich nun zu bestätigen scheint. Neben den Kraftstoffkanistern, die im Kofferraum gefunden wurden, wurden auch die Fahrzeugschlüssel und die gestohlenen Kennzeichen sichergestellt. Die Ermittlungen laufen, und gegen den Fahrer wurden bereits diverse Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Eine solche Situation führt unweigerlich zu der Frage, wie gefährlich Drogenkonsum im Straßenverkehr sein kann. Laut dem ADAC gefährden Drogen, seien es Cannabis, Kokain oder andere Substanzen, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Die rechtlichen Konsequenzen sind nicht ohne: Bei Drogen im Blut drohen Strafen von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafen. Und das schon bei den kleinsten Mengen. Dabei ist es egal, ob man denkt, man könnte unter dem Einfluss noch klar denken – die Realität sieht anders aus. Drogen beeinträchtigen Konzentration, Aufmerksamkeit und Reaktionszeit, und das, während man sich hinter dem Steuer befindet. In Deutschland gibt es eine Null-Toleranz-Politik, und das ist auch gut so!

Die Geschichte des 40-Jährigen aus Bayern zeigt, wie schnell man in Schwierigkeiten geraten kann. Allein die Kosten für eine Drogenfahrt können sich auf etwa 5000 bis 7000 Euro summieren. Dazu kommen zivilrechtliche Folgen, wie Mithaftung bei Unfällen und Regress durch die Kfz-Haftpflichtversicherung. Wer denkt, dass man mit einem kurzen „Ich mach’s nur einmal“ davonkommt, der irrt gewaltig. Und spätestens nach einem Führerscheinentzug muss man sich auch noch einer medizinisch-psychologischen Untersuchung unterziehen, um den Führerschein wiederzubekommen. Ein langer, steiniger Weg.

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Es bleibt zu hoffen, dass solche Kontrollen weiterhin durchgeführt werden. Denn nur so kann die Polizei sicherstellen, dass die Straßen sicher bleiben und solche Vorfälle in Zukunft seltener werden. In Midlum gibt es nun sicherlich einige, die nach dieser Nacht ein wenig nachdenklicher hinter dem Steuer sitzen werden.

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