In der Gemeinde Großenkneten steht ein bedeutendes Thema auf der Tagesordnung: der Klimaschutz. Am Donnerstag, den 7. Mai, wird im Umwelt- und Planungsausschuss über zwei Anträge der Gruppe Grüne-KA-Lahrmann diskutiert, die einen integrierten Klimaschutzkonzept fordern. Eduard Hüsers, der Sprecher der Gruppe, hebt hervor, dass aktiver Klimaschutz angesichts der zunehmenden Wetterextreme in der Region unerlässlich ist.
Das Konzept sieht vor, zunächst den Ist-Zustand in Großenkneten zu analysieren, gefolgt von der Erstellung einer Energie- und Treibhausgasbilanz. Konkrete Zielsetzungen und Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung sollen entwickelt werden. Zudem wird eine Einbindung aller Akteure, einschließlich der Bürger, gefordert. Projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit wird dabei als entscheidend erachtet, um eine breite Bürgerbeteiligung sicherzustellen. Die Finanzierung dieser Maßnahmen soll durch verschiedene Fördermöglichkeiten gesichert werden.
Energetische Sanierung im Fokus
Ein weiterer Aspekt der Anträge betrifft das Förderprogramm KfW 432 zur energetischen Stadtsanierung, das speziell auf die energetische Sanierung von Altbauten abzielt. Durch die Bereitstellung von Fördermitteln soll die Bereitschaft zur Sanierung erhöht werden. In der bevorstehenden Ausschusssitzung werden auch Bebauungspläne beraten, darunter der Entwurf für Bebauungsplan Nr. 145 „Östlich Ahlhorner Straße“ sowie „Westlich Am Rieskamp“.
Parallel zu den Anträgen im Ausschuss plant die Gemeinde Großenkneten, die Wärmewende voranzutreiben. Bis zum 31. Dezember 2028 sind Kommunen mit Ober- oder Mittelzentrum verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Großenkneten hat bereits eine Zuwendung von 54.126,00 Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds erhalten, um diese Planung bis zum 30. April 2025 abzuschließen. Die Inhalte dieser Planung umfassen eine Bestandsanalyse des Wärmebedarfs sowie Strategien zur Einsparung von Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme.
Die Rolle der Kommunen im Klimaschutz
Die Bedeutung kommunalen Handelns im Klimaschutz kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Kommunen stehen direkt im Kontakt mit Bürgern, der lokalen Wirtschaft und sozialen sowie kulturellen Einrichtungen. Sie haben direkten Zugriff auf die gebaute Infrastruktur vor Ort und können somit gezielte Maßnahmen ergreifen. Dennoch ist der Weg zur Treibhausgasneutralität oft mit Herausforderungen verbunden. Unterschiedliche Interessen innerhalb der Kommune, wie wirtschaftliche Aspekte und der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum, müssen abgewogen werden.
Die gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen zusätzliche Hürden dar, weshalb die Abstimmung der Klimaschutzziele auf verschiedenen Ebenen dringend notwendig ist. Die Herausforderungen sind vielfältig, aber die Gemeinde Großenkneten zeigt mit ihren geplanten Maßnahmen, dass sie bereit ist, aktiv zur Erreichung der Klimaziele beizutragen.