Celle feiert modern und traditionell: Ein Schützenfest der besonderen Art
Heute ist der 19.07.2026 und in Celle herrscht eine ganz besondere Stimmung. Das Schützenfest steht vor der Tür, und die Vorfreude auf das Fest ist förmlich greifbar. Die Schützengesellschaften haben sich im Alten Rathaus versammelt, um die traditionellen Rituale in einem festlichen Rahmen zu zelebrieren. Doch oh Schreck! Ein Bieranstich, wie man ihn kennt, bleibt aus. Stattdessen sorgt eine moderne Zapfanlage für Nachschub – ganz ohne Hammerschläge! Trotz dieser kleinen Enttäuschung ist die Nachfrage nach Bier ungebrochen, und die Stimmung am frühen Abend ist einfach großartig.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Bekanntgabe des neuen Schaustellerkönigs. Platzmeister Robert Brettschneider stellte fünf Kandidaten vor, darunter drei Hauptkandidaten und zwei Nebenbewerber. Nach einem spannenden Wettkampf konnte sich Sabrina Böttner mit einem beeindruckenden Teiler von 113,2 durchsetzen und trägt nun stolz die Schützenscheibe „Schaustellerkönig Celle 2026“. Das Lächeln auf den Gesichtern der Mitbewerber, Oberbürgermeister Jörg Nigge und Norbert Schüpp, spricht Bände – hier wird Tradition großgeschrieben!
Tradition und Gemeinschaft
Die Parole „Schießsport und Tradition, Celler Schützen, es leben“ wurde bereits beim Bürgerfrühstück verkündet und findet nun auch beim Empfang der Schützenkönige im Alten Rathaus großen Anklang. Hier gibt es die Möglichkeit, im Schützenbuch zu unterschreiben – ein kleines, aber bedeutendes Detail, das die Verbundenheit innerhalb der Schützengilde unterstreicht. In diesem festlichen Rahmen betonen Oberbürgermeister Nigge und Norbert Schüpp die Wichtigkeit traditioneller Rituale sowie die gute Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaft.
Eine weitere erfreuliche Nachricht kam aus dem Wettstreit um die Krone des Rathauskönigs: Marvin Dettmer aus der Verwaltung hat seine Statistik verbessert und gewinnt mit einem Stand von 6:20. Währenddessen warten die Schützengesellschaften gespannt vor dem Alten Rathaus, um im festlichen Marsch zum Schützenplatz aufzubrechen. Kommandeur Daniel Biermann von der Altenhäuser Schützengilde gibt das lang ersehnte Startsignal.
Die Wurzeln des Schützenwesens
Schützenfeste sind in Deutschland tief verwurzelt, und das Vogelschießen, eine traditionelle Methode zur Ermittlung des Schützenkönigs, ist ein zentraler Bestandteil. Dabei wird ein Holzvogel auf einer hohen Stange befestigt und mit einer Armbrust abgeschossen. Derjenige, der das letzte Stück des Vogels herunterholt, wird zum neuen Schützenkönig gekrönt. Diese Tradition hat sogar zur Redewendung „Er/Sie hat den Vogel abgeschossen“ geführt.
Heutzutage haben viele Vereine das Königschießen modernisiert und führen es auf Zielscheiben mit verschiedenen Waffen durch. Der Schützenkönig oder die Schützenkönigin erhält eine prächtige Königskette, die ein Jahr lang im Besitz bleibt und um ein weiteres Glied in Form einer Münze oder Medaille erweitert wird. Diese Ketten und Pokale sind oft kunsthistorisch wertvoll und werden in Banktresoren oder kommunalen Museen aufbewahrt – ein wahrer Schatz!
Das Schützenfest selbst wird häufig als eine Mischung aus Rummelplatz und geselligem Beisammensein wahrgenommen. Es folgt einem festgelegten Ablauf und bietet Raum für den Austausch unter Freunden und Bekannten. Umzüge, Fahnenschwenken und die Schützentracht sind wichtige Elemente, die zur festlichen Atmosphäre beitragen. Es ist ein Fest, das nicht nur den Schießsport feiert, sondern auch die Gemeinschaft und Tradition.
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