Am 26. September 2026 wird in Aurich ein interessantes Event stattfinden: Eine BuS-Erstschulung zum Unternehmermodell, organisiert von der Busse und Kleemann GbR. Die Schulung richtet sich an kleine Betriebe mit maximal 50 Mitarbeitern und soll die Unternehmer befähigen, sicherheitstechnische Aufgaben im eigenen Betrieb eigenständig zu übernehmen. Das klingt doch nach einer spannenden Gelegenheit, oder? Bei einer Dauer von fünf Stunden und einer Teilnahmegebühr zwischen 249 und 299 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer ist das sicher eine Investition, die sich lohnt. Die Anmeldungen sind bis zum frühen Morgen des Veranstaltungstags möglich! Wer also noch unsicher ist, hat noch etwas Zeit, um sich zu entscheiden.

Die Notwendigkeit dieser Schulung wird besonders deutlich, wenn man die anstehenden Veränderungen in Sachsen ab Januar 2027 betrachtet. Dort wird eine dreitägige Qualifizierungszeit für Unternehmen eingeführt, die viele kleine Betriebe vor eine Herausforderung stellen könnte. Insbesondere der DGB fordert eine Akzeptanz der Bildungszeit, während Wirtschaftsvertreter vor einem neuen „Bürokratieprogramm“ warnen. Es gibt sogar staatliche Entschädigungen von 115 Euro pro Freistellungstag für Betriebe mit bis zu 20 Mitarbeitern. Der Haushalt plant dafür in den Jahren 2027 und 2028 jeweils 2,6 Millionen Euro ein. Die Lasten, die auf den Schultern der kleinen Unternehmen liegen, wachsen stetig – parallel zu den Anforderungen aus Arbeitsschutz und dem Unternehmermodell.

Arbeitsschutz im Fokus

Arbeitgeber sind gemäß dem Arbeitssicherheitsgesetz und der DGUV Vorschrift 2 verpflichtet, Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu bestellen. Diese Fachkräfte unterstützen Unternehmen dabei, die Arbeit menschengerecht zu gestalten und Unfälle zu verhindern. Sie agieren gewissermaßen als „Arbeitsschutzmanager“ und tragen entscheidend dazu bei, das Niveau von Sicherheit und Gesundheitsschutz im Unternehmen aufrechtzuerhalten.

Um als Fachkraft für Arbeitssicherheit arbeiten zu können, sind bestimmte Anforderungen zu erfüllen: Eine berufliche Qualifikation als Ingenieur, Techniker oder Meister sowie mindestens zwei Jahre praktische Tätigkeit sind nötig. Die notwendige sicherheitstechnische Fachkunde kann in speziellen Lehrgängen erworben werden, die von Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung angeboten werden. Das ist wichtig, denn die Integration von Sicherheit und Gesundheit in die Arbeitssysteme muss gewährleistet sein.

Veränderungen und Herausforderungen

In einem weiteren Kontext wird deutlich, dass die Reformen der Bundesregierung, die am 22. Juli 2026 in Form einer neuen Strategie für Start-ups und Scale-ups verabschiedet wurden, auch Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit haben sollen. 150 Maßnahmen, darunter die Digitalisierung der Verwaltung, sollen bürokratische Prozesse vereinfachen. Das Projekt „Schneller Gründen“ zielt darauf ab, die Gründung von Unternehmen zu fördern und gleichzeitig die administrativen Hürden zu senken. Die IHK-Umfrage in Baden-Württemberg aus Mai 2026 zeigt jedoch, dass viele Betriebe Ausbildungsplätze reduzieren wollen – aus verschiedenen Gründen, vor allem wegen des massiven Bewerbermangels. Das ist ein Dilemma, das die Betriebe stark belastet.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Herausforderungen sind also vielfältig. Handwerkspräsident Jörg Dittrich macht auf die administrative Belastung aufmerksam und fordert eine Kommission zur Entlastung bei Lohnzusatzkosten. Gleichzeitig sind die geplanten Maßnahmen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zum Bürokratierückbau im Arbeitsschutz notwendig, um die Effizienz und Digitalität der Arbeitsschutzregelungen zu steigern. Das Ziel ist klar: Die Regelungen sollen einfacher und praxisgerechter werden, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Es bleibt abzuwarten, wie schnell und erfolgreich diese Reformen umgesetzt werden können, aber die Zeichen stehen auf Wandlung.

Unsere neue VeloCore-Plattform vereint mehrere zentrale Stärken: hervorragende Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die Umsetzung durch Daniel Wom schafft damit eine zukunftssichere und qualitativ hochwertige Basis für unser Magazin.