Es war ein strahlender Tag in Bad Nenndorf, als die niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte, die Sieger des Wettbewerbs „Torfreduziert in Niedersachsen“ auszeichnete. Mit einem Lächeln auf den Lippen verkündete sie die Gewinner, die sich durch ihre herausragenden Beiträge zur Reduzierung des Torfeinsatzes hervorgetan hatten. Ein wichtiges Thema, das nicht nur die Gärtner und Unternehmen betrifft, sondern auch uns alle im Hinblick auf den Klimaschutz.

Der Wettbewerb, der in Zusammenarbeit mit dem Torfersatzforum Niedersachsen (TEF) ins Leben gerufen wurde, hatte das Ziel, innovative und nachhaltige Lösungen zu finden. Drei Unternehmen erhielten die begehrte Auszeichnung: „Blumen Klefer“ aus Augustfehn, die mit einer Prämie von 5000 Euro auf dem ersten Platz landeten. Platz zwei und 2500 Euro gingen an „Garten Grewe e.K.“ aus Rotenburg/Wümme, während „Gartenbau Acquistapace GbR“ aus Westerstede mit 750 Euro als Drittplatzierte ausgezeichnet wurde.

Innovationen im Gartenbau

Die Jury, unter dem Vorsitz von Prof. Bernhard Beßler, bewertete die Beiträge nach verschiedenen Kriterien: Innovationsgrad, Originalität, Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit waren entscheidend. „Blumen Klefer“ hat bereits 2015 den ersten Schritt zur Torfreduzierung gemacht und plant bis 2025 komplett torffrei zu arbeiten. Ein ambitioniertes Ziel, das sicherlich Nachahmer finden wird! „Garten Grewe“ hat erst kürzlich auf torffreie Erde umgestellt und schult nun seine Mitarbeitenden zu „Botschaftern torffreier Erden“. Das klingt nicht nur gut, das ist auch wichtig – schließlich sind entwässerte Moore große Quellen von Treibhausgasemissionen in Deutschland.

Doch nicht nur die Gewinner waren aktiv. Acht Bewerbungen wurden insgesamt eingereicht, darunter auch namhafte Teilnehmer wie die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt GmbH und Compo GmbH. Ministerin Staudte ermutigte die prämierten Betriebe, ihre Ideen weiter zu verbreiten und zur Mitarbeit im Niedersächsischen Torfersatzforum beizutragen. Es ist klar: Torfreduziertes Gärtnern ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit.

Der Weg zur Torffreiheit

Doch das ist noch nicht alles! Für die Zukunft gibt es bereits Pläne für neue Wettbewerbe. Das Niedersächsische Ministerium und das Torfersatzforum haben den Wettbewerb „Torfreduziert in Niedersachsen – innovativ und nachhaltig für den Garten von morgen“ ins Leben gerufen. Hier können Gartenbaubetriebe, Erden- und Substrathersteller sowie Gartencenter ihre Ideen einbringen. Die nächste Preisverleihung wird im Juni 2024 auf der Landesgartenschau stattfinden. Auch hier winken wieder Preisgelder: 5000 Euro für den ersten Platz, 2500 Euro für den zweiten und 750 Euro für den dritten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Der Einsendeschluss für Beiträge ist der 22. Februar 2026, und die Teilnahme steht nur Unternehmen mit Sitz in Niedersachsen offen. Ich bin schon gespannt, welche kreativen Lösungen uns dann präsentiert werden! Das sind nicht nur Zahlen und Wettbewerbe, das ist ein echter Schritt in die richtige Richtung für unseren Planeten.

Unterstützung für die Branche

Ein weiteres spannendes Projekt ist das Verbundvorhaben „FiniTo“, das Gartenbaubetriebe in Deutschland bei der Umstellung auf torffreie und torfreduzierte Kultursubstrate unterstützt. Es zielt darauf ab, den Torfanteil in gärtnerischen Kultursubstraten bis 2030 erheblich zu reduzieren. Der Abbau von Torf setzt Kohlenstoff frei, was zur Erderwärmung beiträgt. Mit einer Vielzahl an Partnern, darunter die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und verschiedene Hochschulen, wird hier ein Wissenstransfer zu Torfersatz durch digitale Lehrformate gefördert. Das ist wichtig, denn nur durch Zusammenarbeit können wir die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen.

Ich denke, es ist an der Zeit, dass wir alle unser Bewusstsein für dieses Thema schärfen. Es ist nicht nur eine Frage des Gärtnerns, sondern eine Verantwortung für unsere Umwelt und zukünftige Generationen. Wenn wir jetzt handeln und uns für torfreduzierte Lösungen entscheiden, können wir gemeinsam einen großen Unterschied machen. Also, auf geht’s – für einen grüneren, nachhaltigeren Garten von morgen!