Heute ist der 13.05.2026 und in Wiesbaden war es ein ganz besonderer Tag. Um 12:53 Uhr gab es endlich Entwarnung: Die Weltkriegsbombe, die bei Bauarbeiten nahe der Lucius D. Clay Kaserne entdeckt wurde, wurde erfolgreich entschärft. Der Kampfmittelräumdienst hatte ganze Arbeit geleistet und die 500 Kilogramm schwere Bombe um 12:15 Uhr unschädlich gemacht. Ein großes Aufatmen ging durch die Stadt, als die Sperrungen um den Fundort in Wiesbaden-Erbenheim aufgehoben wurden.
Vor der Entschärfung war das Leben in der Umgebung ziemlich aus dem Gleichgewicht geraten. Die A66 war seit 10:30 Uhr voll gesperrt, was zu einem massiven Stau in beide Richtungen führte. Auch die Bundesstraße 455 war seit 9:30 Uhr dicht, und die Bahnstrecke nach Köln war ebenfalls betroffen. Man kann sich vorstellen, dass viele Autofahrer nicht gerade erfreut waren, während sie in langen Schlangen standen. Die Stadt Wiesbaden hatte vor den erheblichen Verkehrsbehinderungen gewarnt, und das war nicht übertrieben. Immerhin nutzen täglich rund 94.000 Autos und 5.600 Lkw diesen Autobahnabschnitt. Das ist schon eine Hausnummer!
Ein herausfordernder Einsatz
Der Kampfmittelräumdienst war gefordert: Ein Sicherheitsradius von 700 Metern um die Bombe wurde eingerichtet. Anwohner wurden gebeten, bis 9 Uhr ihre Häuser zu verlassen. Rund 50 Menschen mussten ihre Wohnungen räumen, konnten aber nach der Entschärfung, die wie ein Wettlauf gegen die Zeit war, schnell zurückkehren. Währenddessen war der Verkehr in der Umgebung chaotisch. Eine übliche Ausweichroute, die A671, war aufgrund von Sanierungsarbeiten an der Mainbrücke bei Hochheim ebenfalls gesperrt. Man fragt sich, wie viele Nerven der Tag gekostet hat!
Bei der Entdeckung der Bombe handelte es sich um ein Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg, das bei Sondierungen für Straßenbauarbeiten ans Licht kam. Diese Zeitzeugen der Geschichte sind nicht nur ein Relikt, sondern auch eine ständige Erinnerung daran, dass die Vergangenheit manchmal unerwartet in die Gegenwart hineinragt. Die präventive Beseitigung solcher Kampfmittel gehört zu den Aufgaben der örtlichen Ordnungsbehörden, und das Ziel ist ein gefahrloses Bauen. Schließlich möchte niemand bei Bauarbeiten auf eine solche Überraschung stoßen.
Was tun im Ernstfall?
Falls jemand auf ein Kampfmittel oder einen verdächtigen Gegenstand stößt, gelten klare Regeln: Nicht berühren, Abstand halten und sofort die Polizei oder die zuständige Ordnungsbehörde informieren – das ist das A und O. Keine E-Mails senden, denn in solchen Momenten zählt jede Sekunde. Die Informationen zur Kampfmittelproblematik sind auf den Seiten der zuständigen Behörden zu finden und bieten umfangreiche Daten zur Gefahrenabwehr.
So schloss sich der Tag mit einem Gefühl der Erleichterung, dass alles glimpflich ausgegangen ist. In Wiesbaden kann man jetzt wieder durchatmen und die Rückkehr zur Normalität genießen – auch wenn die Erinnerungen an diesen Tag bleiben werden. Manchmal ist das Leben einfach ein bisschen spannender, als wir es gerne hätten!