Das Aus von Saturn: Ein Abschied von den Elektronikmarken der Vergangenheit
Die Nachricht kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Saturn, die einst so strahlende Elektronikmarktkette, zieht sich in Deutschland massiv zurück. Besonders dramatisch wird es in Hessen, wo die Marke bald ganz aus dem stationären Handel verschwinden wird. Laut aktuellen Berichten werden im Jahr 2026 insgesamt elf Filialen geschlossen, und das ist kein Spaß, meine Damen und Herren. Von den ursprünglich 55 Märkten, die zu Jahresbeginn noch in Deutschland existierten, sind bis zum 10. Juni nur noch 27 übrig. Das klingt fast nach einem Schachspiel, bei dem die Figuren nach und nach vom Brett genommen werden.
Die Schließungen betreffen viele bekannte Standorte. In Augsburg wird die City-Galerie am 31. Januar 2026 ihre Türen für immer schließen, und auch in Städten wie Bremen (Einkaufspark Duckwitz, 13. Juni 2026) und Dortmund (Westenhellweg, 31. Juli 2026) müssen die Menschen bald auf ihren geliebten Saturn verzichten. Ist das nicht traurig? Vor allem in Wiesbaden, wo die Schließung bereits über Instagram kommuniziert wurde, wird die After-Sales-Abwicklung in zwei MediaMarkt-Filialen fortgeführt. Das klingt ja fast so, als wolle man die Kundschaft mit einem anderen Namen zurückgewinnen.
Ein Wandel im Markt
Die Umwandlungen in MediaMarkt-Filialen sind Teil einer größeren Strategie der MediaMarktSaturn Retail Group, die zu Ceconomy gehört. Das Unternehmen plant, beide Marken, Saturn und MediaMarkt, weiterhin zu führen. Ceconomy selbst hat sich 2017 von Metro abgespalten und sieht sich nun mit der Herausforderung konfrontiert, das Filialnetz zu optimieren. Interessanterweise hat die Anzahl der MediaMarkt-Filialen in den letzten Jahren stark zugenommen; von ursprünglich 351 Filialen gibt es mittlerweile mehr als 1.000 in elf Ländern Europas. Ein wahres Wachstum, während Saturn sich immer mehr zurückzieht.
Die Entscheidung, welche Saturn-Filiale als MediaMarkt weiterbetrieben wird, basiert auf Marktanalysen. Ceconomy betont, dass die Marken gestärkt werden sollen. Und trotzdem – für viele Kunden sind die Unterschiede zwischen Saturn und MediaMarkt kaum noch erkennbar. Ähnliches Sortiment, ähnliche Angebote, und doch eine andere Geschichte. Ein bisschen wie Geschwister, die sich immer ähnlicher werden.
Der Blick nach vorn
Und was ist mit der Übernahme durch JD.com? Der chinesische Handelsriese steht kurz davor, Ceconomy zu übernehmen, hat bereits 60 Prozent der Anteile gesichert, und plant, die bestehende Markenstrategie zu unterstützen. Das klingt nach frischem Wind – oder vielleicht nach einer weiteren Konsolidierung, die den Wettbewerb in Europa beeinflussen könnte. Die Genehmigungen des Bundeswirtschaftsministeriums und weiterer EU-Staaten stehen noch aus, und die EU-Kommission prüft derzeit, ob der Wettbewerb unter dieser Übernahme leiden könnte. Aber hey, das ist das Spiel im großen Handelsgeschäft!
Saturn wurde 1961 in Köln gegründet und hat seitdem eine interessante Reise hinter sich. MediaMarkt hingegen erblickte 1979 in München das Licht der Welt. Beide Marken haben eine lange Historie, doch das Filialnetz wird nun zunehmend ausgedünnt. Die Frage bleibt: Was wird aus den treuen Kunden, die in den letzten Jahrzehnten ihre Elektronik dort gekauft haben? Werden sie sich an die neuen Namen gewöhnen? Oder wird es ihnen wie uns allen gehen: Erinnerungen an die gute alte Zeit, wo man noch mit einem Lächeln im Gesicht in den Laden spazierte?
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