Jazzige Sommernächte: Till Brönner verzaubert Bad Nauheim
Heute ist der 12.07.2026 und die Luft in Bad Nauheim ist erfüllt von einem Hauch von Jazz und der Vorfreude auf einen unvergesslichen Abend. Der renommierte Jazztrompeter Till Brönner hat sich in die Trinkkuranlage begeben, um mit seiner Musik die Herzen von 800 Gästen zu erobern. Ein Event, das nicht nur die Ohren, sondern auch die Seelen berührt – und das an einem Ort, der schon immer eine besondere Aura ausstrahlt.
Die Sommerreihe der Stadt verspricht in diesem Jahr etwas ganz Besonderes, und Till Brönner, der mit seinem Trio über zwei Stunden lang Jazz und Swing präsentiert, hat diese Erwartungen mehr als erfüllt. Jochen Mörler, der Fachbereichsleiter, begrüßte den Künstler herzlich und lobte sein virtuos Spiel auf der Trompete. Brönner, nicht nur als Musiker, sondern auch als Entertainer, hat bewiesen, dass er das Publikum im Handumdrehen für sich gewinnen kann.
Eindrücke und musikalische Höhepunkte
Das Konzert nahm seinen Anfang mit „September Morning“ von Gilbert Bécaud. Sofort war die Stimmung im Raum greifbar, die Zuhörer wurden von der Melodie mitgerissen. Brönner erinnerte sich an seine Zeit beim RIAS-Tanzorchester und spielte den Jazzstandard „Good Life“, ein Stück, das die Gäste in eine andere Zeit versetzte. Auch seine Eigenkomposition „Lavendelfelder“ durfte nicht fehlen – ein wahrer Genuss für die Ohren.
Doch nicht nur die Musik begeisterte, auch Brönners Erzählungen aus seiner Kindheit, die er mit einer Kermit-Handpuppe illustrierte, sorgten für schallendes Gelächter und Staunen. Mit einem Augenzwinkern sang er „Es ist nicht leicht, grün zu sein“, und ließ die Anwesenden in eine Welt voller Nostalgie und Freude eintauchen. Weitere musikalische Leckerbissen wie „Volare“, „Save Your Love for Me“ und „I’m Confessin‘ (That I Love You)“ folgten, wobei er „L‘Appuntamento“ Hildegard Knef widmete, der er drei Jahre lang zur Seite stand.
Unvergessliche Momente und Zugaben
Der Abend fand seinen fulminanten Abschluss mit „September“ von Earth, Wind & Fire, und das Publikum sang begeistert mit. Es war ein Moment, in dem man das Gefühl hatte, dass Musik wirklich verbindet. Die Zugabe, das Schlaflied „La-Le-Lu“, war nicht nur ein musikalischer Höhepunkt, sondern auch ein Plädoyer für Europa, das Brönner eindringlich und mit viel Gefühl vortrug. Es war, als würde er nicht nur für die Musik, sondern auch für eine Idee stehen – die der Zusammengehörigkeit und des gemeinsamen Erlebens.
Die Begleitmusiker – Olaf Polziehn am Piano, Martijn Vink am Schlagzeug, der mehrfach als bester Schlagzeuger der Niederlande ausgezeichnet wurde, und Christian von Kaphengst am Kontrabass und E-Bass – trugen maßgeblich zum Erfolg des Abends bei. Ihre harmonische Zusammenarbeit und die Spontaneität in der Performance waren ein Genuss für die Zuhörer.
Ein Konzert von Till Brönner ist mehr als nur ein musikalisches Erlebnis. Es ist eine Reise in die Welt des Jazz, eine Einladung zum Träumen und ein Moment des Innehaltens. An einem lauen Sommerabend in Bad Nauheim hat er einmal mehr bewiesen, dass Musik eine universelle Sprache ist, die über alle Grenzen hinweg verbindet.
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