Heute ist der 7.06.2026 und im Wetteraukreis dreht sich alles um einen ganz besonderen Aufruf. Robert Freudenberg, ein 34-jähriger Mann, kämpft gegen eine aggressive Form von Blutkrebs. Tragisch ist, dass seine beiden Schwestern nicht als Stammzellenspenderinnen in Frage kommen. Umso dringlicher wird nun die Suche nach einem passenden Spender, und die Zeit drängt. Sein Vater, Dr. Günther Freudenberg, der Leitende Oberarzt im Schlaflabor des Gesundheitszentrums Wetterau (GZW), hat die Initiative ergriffen und startet eine viertägige öffentliche Typisierungsaktion.
Was das Ganze so wichtig macht? Jährlich erkranken in Deutschland über 10.000 Menschen an Leukämie. Da ist die Chance, einen passenden Spender zu finden, mit über 75% gar nicht so schlecht – vorausgesetzt, viele Menschen lassen sich typisieren. Die Typisierung selbst ist denkbar einfach: ein Abstrich mit einem Wattestäbchen genügt, und schon kann man Teil dieser lebensrettenden Gemeinschaft werden. Mehr als 350.000 Deutsche machen das jährlich. Und wenn man bedenkt, dass die Mehrheit der Spenden über eine Blutwäsche erfolgt, während nur ein kleiner Teil über das Knochenmark gespendet wird, wird klar, wie wichtig diese Aktion ist.
Typisierungsaktion und Vampirtag
Die Typisierungsaktion findet am Donnerstag, den 11. Juni, von 11 bis 16 Uhr statt, und das parallel zum jährlichen Vampirtag im GZW. Diese Veranstaltung ist nicht nur eine Gelegenheit, sich typisieren zu lassen, sondern auch ein Blutspendetermin in Kooperation mit dem Blutspendedienst des Universitätsklinikums Gießen-Marburg. Für alle gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren ist die Teilnahme willkommen – eine Anmeldung ist nicht nötig! Und wie es aussieht, gibt es für den Vampirtag sogar noch freie Plätze, die man online reservieren kann.
Doch das ist erst der Anfang. Von Freitag, 12. Juni, bis Sonntag, 14. Juni, wird die Typisierungsaktion auf der Messe Wetterau in der Stadthalle Friedberg fortgesetzt – und zwar täglich von 10 bis 18 Uhr. Es ist eine großartige Gelegenheit, mit einem kleinen Aufwand vielleicht das Leben von Robert oder anderen Betroffenen zu retten. Man könnte fast sagen, dass jeder Abstrich ein kleines Stück Hoffnung darstellt.
Ein Aufruf zur Solidarität
Die Dringlichkeit dieser Aktion ist nicht zu unterschätzen. Jeder kann helfen, und das ohne große Mühe. Manchmal denkt man, dass man nichts bewirken kann, aber hier hat jeder Einzelne die Chance, einen Unterschied zu machen. Es ist eine Sache, die uns alle betrifft – denn Blutkrebs kann jeden treffen, und die Suche nach einem Spender ist oft ein Wettlauf gegen die Zeit. Wenn du also zwischen 18 und 55 Jahren alt bist, mach mit! Lass dich typisieren und werde Teil dieser wichtigen Sache. Wer weiß, vielleicht bist du derjenige, der Robert oder einem anderen Patienten das Leben rettet.