Am 21. Mai 2026 traf sich eine kleine, aber feine Gruppe von 43 ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Nidda im malerischen Auenlandhof in Dauernheim, um ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern: 50 Jahre nach ihrer Reifeprüfung. Das Abiturjahrgangstreffen von 1976 war nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Wiedersehen voller Erinnerungen, Lachen und ein wenig Nostalgie. Andrea Carl, die unermüdlich seit dem Schulabschluss alle fünf Jahre solche Zusammenkünfte organisiert, hatte das Treffen in diesem Jahr ins Leben gerufen. Ihre familiäre Verbindung zur Schule ist besonders stark: Ihre Tochter ist Lehrerin am Gymnasium Nidda und auch ihre fünf Enkel besuchen die Institution.
Nach einer pandemiebedingten Pause war es an der Zeit, wieder in Erinnerungen zu schwelgen und alte Geschichten auszutauschen. Bei früheren Treffen wählte die Gruppe Restaurants in der Umgebung, doch diesmal fiel die Wahl auf den Auenlandhof, wo Gastgeber André Hülsbömer ein köstliches Menü mit Wildgulasch, Gemüsepfanne und frischem Salat kredenzte. Das Ambiente war einladend, und die Geselligkeit tat ihr Übriges. Alte Anekdoten wurden lebendig, während das Lachen der Anwesenden durch den Raum hallte. Andrea erinnerte sich an die harmlosen Streiche aus der Unter- und Mittelstufe, wie das Einsperren von Mitschülern in Klassenschränke – ein Schmunzeln huschte über die Gesichter der Anwesenden.
Ein bunter Haufen von Berufstätigen
Die Teilnehmer der Feier leben mittlerweile in verschiedenen Städten, von Wien über Kiel bis hin zu Augsburg und Berlin. Ihre Berufe sind ebenso vielfältig wie die Orte, an denen sie sich niedergelassen haben: Ärzte, Unternehmerinnen, Lehrkräfte, Pfarrer, Richterinnen, Physikerinnen und Ingenieure. Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich sich die Lebenswege entwickelt haben und wie jeder einen besonderen Beitrag zur Gesellschaft leistet. Ein Teil der Gruppe entschied sich, im Auenlandhof zu übernachten, und so klang das Treffen am nächsten Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück aus – ein perfekter Abschluss für einen unvergesslichen Abend.
Solche Zusammenkünfte sind nicht nur nostalgische Rückblicke; sie sind auch ein wichtiger Teil der Alumni-Kultur, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Ehemalige Schüler können dabei helfen, das Netzwerk der Schule zu stärken, indem sie ihre Erfahrungen und Kontakte zur Verfügung stellen. Dies ist ein Ziel, das letztlich der Verbesserung der Studien- und Berufsorientierung künftiger Schüler dient. Im Rahmen der Initiative „Alumni at School“ wird Schulen Unterstützung beim Aufbau von Ehemaligennetzwerken angeboten. So können Schüler von den wertvollen Tipps und Ratschlägen ihrer Vorgänger profitieren und werden auf ihrem Bildungsweg besser informiert.
Die Kraft der Ehemaligen
Die Vision ist klar: Alumni-Arbeit sollte ein zentraler Bestandteil der Schulkultur in Deutschland werden. Schüler profitieren enorm von dem Wissen und den Erfahrungen der Ehemaligen, die ihnen helfen können, ihre Vorlieben, Stärken und Talente zu entdecken. Eine gute Studien- oder Berufswahl kann entscheidend sein, denn etwa jeder vierte Student bricht sein Studium ab – oft aus uninformierten Entscheidungen. Alumni fungieren hier als wertvolle Mentoren, die authentische Beispiele für mögliche Lebenswege bieten können.
Solche Treffen, wie das des Abiturjahrgangs 1976, sind nicht nur eine schöne Gelegenheit, alte Freundschaften aufzufrischen, sondern auch ein Schritt in Richtung einer lebendigen Alumni-Kultur, die sowohl für die Schule als auch für die ehemaligen Schüler von unschätzbarem Wert ist. So bleibt die Verbindung bestehen, und die Geschichten aus der Schulzeit leben weiter – in den Herzen und Köpfen der Ehemaligen.