Am vergangenen Samstag war die Stadthalle in Friedberg festlich geschmückt. 300 Gäste folgten der Einladung zur Ehrungsveranstaltung, die ganz im Zeichen des Engagements stand. Die Stadt Friedberg ehrte sieben Persönlichkeiten, die sich über viele Jahre hinweg in unterschiedlichsten Bereichen hervorgetan haben. Stadtverordnetenvorsteher Bernd Wagner (CDU) und Bürgermeister Kjetil Dahlhaus überreichten mit sichtlichem Stolz Urkunden und Blumen. Man spürte förmlich die Wertschätzung und Dankbarkeit, die in der Luft lag.
Ein Höhepunkt des Abends war die Ernennung von Hendrik Hollender (CDU) zum Ehrenstadtverordnetenvorsteher. Nach 38 Jahren im Stadtparlament wurde sein unermüdlicher Einsatz gewürdigt. Auch Wolfgang Heisig, der 45 Jahre im Vorstand des Angelsportvereins gewirkt hat – davon 36 Jahre als Vorsitzender – erhielt das Ehrenschild. Markus Fenske von den Grünen wurde für seine umfassende Erfahrung in der Kommunalpolitik geehrt, während Werner Hoheisel für 47 Jahre Engagement im Technischen Hilfswerk ausgezeichnet wurde. Reiner Veith (CDU) und Uli Hausner (SPD) wurden ebenfalls zum Ehrenstadtverordneten ernannt, wobei Hausner zudem auf 44 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr zurückblicken kann. Graziella Pescarmona, die ehemalige Stadträtin aus Magreglio, erhielt das Ehrenschild für ihren wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung.
Ein Fest der Freundschaft und der Kultur
Die Veranstaltung war mehr als nur eine Ehrung. Bürgermeister Jacques-Alain Benisti aus Villiers-sur-Marne erneuerte die beeindruckende 60-jährige Städtepartnerschaft. Er überreichte Mitgliedern des Europaclubs Ehrenmedaillen und ein Gemälde als Geschenk, was die Verbindung zwischen den beiden Städten weiter festigte. Die Grußworte aus dem polnischen Leżajsk, wo eine Schulpartnerschaft mit der Johann-Philipp-Reis-Schule 2025 besiegelt werden soll, zeigten die internationale Dimension des Abends. Hendrik Hollender wurde zudem als neuer Ehrenvorsitzender des Europaclubs ernannt und damit in eine Schlüsselposition innerhalb der Partnerschaften gerückt.
Die musikalische Untermalung durch den Gesangverein Eintracht Ockstadt und die Big Band des Burggymnasiums brachte eine lebendige Atmosphäre in die Halle, und das Buffet, das für die Gäste bereitgestellt war, ließ keine Wünsche offen. Man hätte fast meinen können, dass die Zeit stillsteht, so harmonisch war die Stimmung.
Vorfreude auf Jubiläumsfeierlichkeiten
Ein weiteres Highlight steht bereits vor der Tür. An Pfingsten wird das Jubiläum der Freundschaft mit Villiers-sur-Marne gefeiert. Am Freitag, den 22. Mai, ab 18 Uhr im Rathauspark wird im Rahmen des Weinfestes ein großes Fest stattfinden. Ehrengäste werden nicht nur der Bürgermeister von Villiers-sur-Marne, Jacques-Alain Benisti, sondern auch die ehemalige Stadträtin Graziella Pescarmona sein. Man darf gespannt sein auf die Delegation aus Lezajsk, die ebenfalls erwartet wird, um die Städtepartnerschaft zu besprechen.
Die Vorfreude auf das Jubiläumsfest ist groß. Eduard Hechler, der Organisator einer gemeinsamen Fahrt nach Straßburg, hebt den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich hervor, der durch solche Veranstaltungen gefördert wird. Die Teilnehmer freuen sich auf eine Stadtführung und einen Besuch des Europäischen Parlaments, wo sie einen Einblick in die Arbeit der Abgeordneten erhalten werden.
Förderung und Zukunft der Städtepartnerschaften
Die Finanzierung solcher kommunalen Partnerschaften ist eine freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe der Kommunen in Deutschland. Städte und Gemeinden bemühen sich, Fördermittel für Austauschprojekte zu akquirieren. Auch die Europäische Union unterstützt innovative Projekte, die für die gesamte Union von Vorteil sind. Besonders relevant für die kommunale Partnerschaftsarbeit sind zwei EU-Programme, die den Austausch zwischen Städten und Gemeinden fördern.
Deutschland und Israel haben zudem ein gemeinsames Jugendwerk ins Leben gerufen, das den Austausch zwischen jungen Menschen aus beiden Ländern stärken soll. Für die deutsch-französischen Partnerschaften gibt es spezielle Programme, die jungen Freiwilligen ein Jahr in der Verwaltung der Partnergemeinde ermöglichen. Solche Initiativen sind wichtig, um das Verständnis und die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg zu fördern.
In Friedberg ist man auf einem guten Weg, die bestehenden Verbindungen zu pflegen und neue zu knüpfen. Das Engagement der Bürger und der Stadtverwaltung zeigt, wie sehr die Menschen an ihrem internationalen Austausch interessiert sind. Man darf gespannt sein, welche neuen Ideen und Projekte in Zukunft noch auf den Weg gebracht werden.