Im malerischen Wetteraukreis gab es kürzlich eine Veranstaltung, die es in sich hatte! Im Dorfgemeinschaftshaus von Eckartshausen war die Bühne für ein ganz besonderes Thema bereitet: die Ernährung im Alter. Sandra Stählin, die Referentin von der Vernetzungsstelle Seniorenernährung Hessen, trat ans Mikrofon und entblätterte die Geheimnisse einer ausgewogenen Ernährungsweise. Wer hätte gedacht, dass fast drei Viertel unserer Nahrung pflanzlich sein sollten? Ein Viertel tierischer Produkte ist zwar erlaubt, aber die Priorität liegt klar auf Gemüse und Vollkorn!

Ältere Menschen sind oft mit dem Dilemma konfrontiert, weniger Kalorien zu benötigen, während der Bedarf an Nährstoffen gleich bleibt. Das klingt fast wie ein Widerspruch, oder? Aber Stählin erklärte uns, dass eine gesunde Ernährung nicht nur zur physischen Gesundheit beiträgt, sondern auch zur Selbstbestimmung im Alter. Sie stellte den „Ernährungskreis“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) vor, der eine klare Struktur für die tägliche Nahrungsaufnahme bietet. Getreide, Hülsenfrüchte und Körner sollten täglich auf dem Speiseplan stehen und Fette sowie Öle – möglichst pflanzlich – in Maßen konsumiert werden.

Die Kunst des Essens im Alter

Eine interessante Empfehlung war der tägliche Verzehr von Milchprodukten, um Kalzium und Vitamin B12 aufzunehmen. Fisch einmal pro Woche, und Fleisch sowie Wurst sollten eher die Ausnahme als die Regel sein. Und hier ein kleiner Tipp für alle, die oft hastig essen: Nehmt euch Zeit beim Kauen! Jede Mahlzeit sollte genossen werden – ja, das ist nicht nur gesund, sondern auch eine Freude für die Sinne.

Die Flüssigkeitszufuhr ist ebenso wichtig. Stählin riet zu mindestens 1,5 Litern Wasser oder ungesüßtem Tee täglich. Aber wie steigert man diese Aufnahme? Einfache Tricks wie Wasser sichtbar bereitzustellen oder eine fruchtige Aromatisierung können wahre Wunder wirken. Gerade im Winter gibt es eine Vielzahl von frischem Obst und Gemüse, wie Kohlrabi, Karotten oder Rote Bete, die auf unseren Tellern landen sollten.

Fette und Öle: Die richtige Wahl treffen

Jetzt wird’s spannend! Fette und Öle sind nicht nur Energielieferanten, sondern auch Träger der Vitamine A, D, E und K. Eine jüngste Studie zeigt, dass die Qualität der Fette entscheidend ist. Gesättigte Fettsäuren, die vor allem in tierischen Produkten vorkommen, sollten sparsam genossen werden, um die Blutfettwerte nicht negativ zu beeinflussen. Stattdessen sollten wir uns auf hochwertige ungesättigte Fettsäuren konzentrieren, die in pflanzlichen Ölen, Nüssen und fettreichem Fisch wie Lachs oder Hering zu finden sind.

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Die DGE hebt hervor, dass tatsächlich eine vollwertige Ernährung, reich an Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten, die Nährstoffdichte erhöht. Ballaststoffe sind besonders wichtig, um Verdauungsproblemen vorzubeugen – und das Ganze sollte mit ausreichend Flüssigkeit und Bewegung kombiniert werden. Das klingt nach einem guten Plan, oder?

Individualität in der Ernährung

Natürlich muss die Ernährung auch an individuelle Besonderheiten angepasst werden. Unverträglichkeiten oder Kau- und Schluckstörungen können das Essverhalten erheblich beeinflussen. Ein interessanter Aspekt, den Stählin erwähnte, war, dass viele ältere Menschen die Ernährungsempfehlungen nicht ausreichend befolgen. Hier kommen spezielle Mikronährstoffe ins Spiel, die oft übersehen werden. Vitamin D und B12 spielen eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit, vor allem im Alter. Ein Mangel kann zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen.

Um das Ganze abzurunden: Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Gesundheit. Das nächste Mal, wenn ihr also an einem Kartoffelsalat ohne Mayonnaise nipst – vielleicht mit einer leichten Gemüsebrühe – denkt daran, dass Genuss und Gesundheit Hand in Hand gehen können. Und nicht vergessen: Der nächste Vortrag „Jeden Tag ein bisschen besser essen und trinken“ findet am 2. Oktober im DGH in Rinderbügen statt. Ein Event, das ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

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