Heute ist der 14.05.2026 und wir schauen uns mal die aktuellen Zahlen zu Herzinfarkten in Hessen und Deutschland an. Überrascht? Ich auch! Es gibt tatsächlich gute Nachrichten. In Hessen erleiden weniger Menschen einen Herzinfarkt. Im Jahr 2024 waren es etwa 310 von 100.000 Einwohnern ab 30 Jahren, die aufgrund eines Herzinfarkts stationär behandelt werden mussten. Zum Vergleich: 2017 waren es noch 360 – ein Rückgang um stolze 16 Prozent!

Was könnte der Grund für diesen erfreulichen Trend sein? Eine Mischung aus Rauchverzicht und verbesserten Behandlungen der Risikofaktoren wird oftmals genannt. Das zeigt sich auch in den regionalen Unterschieden: Die meisten Herzinfarktpatienten wohnen im Werra-Meißner-Kreis – mit 500 von 100.000. Auf den Fersen ist der Kreis Waldeck-Frankenberg mit 420 von 100.000. Interessanterweise haben Darmstadt und Frankfurt die niedrigsten Raten, mit jeweils 230 von 100.000. Hier könnte man fast von einer gesunden Stadt reden!

Ein Blick auf die bundesweiten Zahlen

Aber wie steht es um die Situation in ganz Deutschland? Laut dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) ist die Zahl der Herzinfarkte auch hier gesunken. 2024 wurden rund 185.400 Fälle in deutschen Krankenhäusern dokumentiert, was einer Rate von 320 Fällen je 100.000 Personen ab 30 Jahren entspricht. Im Jahr 2017 gab es noch 215.600 Fälle. Ein Rückgang von etwa 30.000 Fällen, was einem Minus von 14 Prozent entspricht. Auch hier spielen Lebensstiländerungen und die medizinische Versorgung eine entscheidende Rolle.

Ein auffälliges Merkmal ist der deutliche Geschlechterunterschied. In allen Altersgruppen sind Herzinfarkte bei Männern häufiger als bei Frauen. Besonders krass wird es in der Altersgruppe der 85- bis 89-Jährigen: Hier liegt die Herzinfarktrate bei 1.240 je 100.000 Männern und nur 720 je 100.000 Frauen. Das zeigt, wie wichtig es ist, die Geschlechterunterschiede in der medizinischen Forschung zu berücksichtigen. Manchmal ist das einfach ein bisschen ungerecht, oder?

Risikofaktoren im Anstieg

Doch nicht alles ist rosig. Die Zahl der Menschen mit Diabetes und Bluthochdruck nimmt zu. 11,3 Prozent der Bevölkerung litten 2024 an Diabetes, verglichen mit 9,7 Prozent im Jahr 2017. Bluthochdruck ist ebenfalls auf dem Vormarsch – 27,5 Prozent der Bevölkerung waren 2024 betroffen, im Vergleich zu 26,5 Prozent. Beides sind Risikofaktoren für Herzinfarkte und könnten die positiven Entwicklungen in der Zukunft gefährden.

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Wenn wir einen Blick auf die neuesten Berichte werfen, wird klar, dass trotz des Rückgangs der Todesfälle durch koronare Herzkrankheit (KHK) und Herzinfarkt der Handlungsdruck bleibt. Der Deutsche Herzbericht, veröffentlicht am 11. September 2025, zeigt, dass rund 4,7 Millionen Menschen in Deutschland die Diagnose KHK haben. Sie ist die häufigste Todesursache und führt oft zu Herzinsuffizienz oder plötzlichem Herztod. Über 65.000 Menschen sterben jährlich an plötzlichem Herztod – das sind Zahlen, die nachdenklich stimmen.

Die jährlich dokumentierten Krankenhausaufnahmen wegen KHK und Herzinfarkt lagen 2023 bei 538.675. Das zeigt, dass der Druck auf das Gesundheitssystem enorm ist. Auch wenn die Sterberate durch KHK in den letzten Jahren gefallen ist, bleibt sie mit 125,3 pro 100.000 Einwohner der niedrigste Wert seit 2000. Ein Lichtblick, aber noch lange nicht genug.

Einfach gesagt, die Erfolge sind da. Verbesserte Früherkennung, medizinische Behandlungen und ein bewussterer Umgang mit Risikofaktoren wie Rauchen und Bluthochdruck haben ihre Wirkung gezeigt. Doch die Herausforderung bleibt. Es gibt noch viel zu tun, um diese erfreulichen Zahlen nicht nur zu halten, sondern weiter zu verbessern.