Heute ist der 7. Mai 2026 und in Frankenberg, einem charmanten Ort im Landkreis Waldeck-Frankenberg, gibt es Neuigkeiten, die das Herz der Region höher schlagen lassen. Dr. med. Mehmet Yiğit ist neuer Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Waldeck-Frankenberg. Seit dem 1. Mai 2026 hat er das Zepter in die Hand genommen, nach einer Übergangsphase, die sich wie ein langer Schatten über die Abteilung gelegt hatte. Sein Vorgänger, Dr. med. Werner Stein, hatte im August 2025 überraschend gekündigt, nach nur fünf Monaten. Die kommissarische Leitung übernahm Gabriele Schalk und hielt das Schiff auf Kurs, bis Dr. Yiğit kam.

Mit über 20 Jahren Berufserfahrung, von denen die Hälfte in leitenden Positionen war, bringt Dr. Yiğit jede Menge Expertise mit. Seine Qualifikationen als zertifizierter Senior-Mammaoperateur sowie seine Zusatzbezeichnungen für spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin sind beeindruckend. Vor seiner neuen Herausforderung war er Chefarzt am KMG-Klinikum Sömmerda und am Marienhaus-Klinikum Neuwied. Er hat also einen bunten Strauß an Erfahrungen gesammelt, die nun der Frankenberger Bevölkerung zugutekommen sollen.

Fokus auf wohnortnahe Versorgung

Ein zentrales Ziel von Dr. Yiğit ist die Stärkung der wohnortnahen Versorgung in der ländlichen Region. Man sagt, die besten Dinge kommen oft in kleinen Paketen, und das gilt auch für die Gesundheitsversorgung. Am Klinikum wurden im Jahr 2026 bereits über 100 Kinder im Frankenberger Kreißsaal geboren – ein tolles Zeichen! Dr. Yiğit möchte die Abteilung weiterentwickeln und plant die Etablierung von spezialisierten Zentren für Beckenboden- und Endometriose-Behandlungen. „Familienorientierte Konzepte in der Geburtshilfe sind mir besonders wichtig“, sagt er, und das hört man gerne.

Die Herausforderungen, mit denen Frauen in der Gynäkologie konfrontiert sind, sind vielfältig. Ein Beispiel sind Myome – gutartige Tumoren aus Muskelzellen an der Gebärmutter, die nach dem 30. Lebensjahr bei etwa jeder vierten Frau mittels Ultraschall entdeckt werden können. Wenn sie Schmerzen, starke Blutungen oder Schwangerschaftsprobleme verursachen, ist oft Handlungsbedarf angesagt. Hier kommt die moderne minimal-invasive Chirurgie ins Spiel. Je nach Lage und Größe der Myome gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten: Von der ambulanten hysteroskopischen Abtragung kleiner Myome bis hin zur laparoskopischen Entfernung größerer Tumoren. Manchmal ist sogar eine Hysterektomie nötig, aber das ist in der Regel der letzte Ausweg.

Ein Blick in die Zukunft

Dr. Yiğit setzt auf schonende, mikrochirurgische Prinzipien und hat auch das neuartige Verfahren zur Zerteilung von Myomen im Gepäck, bei dem die Myome in einem speziellen Beutel gesichert werden, um Rückstände zu vermeiden. Das klingt nach einer spannenden Entwicklung, die Frauen in der Region Hoffnung gibt. Um die Versorgung weiter zu verbessern, hat Landrat Jürgen van der Horst die Bedeutung der neuen Besetzung dieser Schlüsselposition betont. „Es ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der gynäkologischen Abteilung“, sagt er.

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Dr. Yiğit ist nicht nur ein Arzt, er ist auch Ehemann und Vater von drei Söhnen. Das gibt ihm ein zusätzliches Verständnis für die Herausforderungen, die Familien heutzutage meistern müssen. Man merkt, dass er mit Herzblut dabei ist. Der Frankenberger Kreißsaal könnte in den kommenden Jahren zu einem Ort werden, an dem nicht nur Kinder geboren, sondern auch neue Hoffnung und Lebensfreude wachsen.