Heute ist der 11.07.2026 und in Waldeck-Frankenberg gibt es ein spannendes Event, das die Herzen vieler Menschen höherschlagen lässt: das inklusive Fußball-Camp des TSV Landau. Die Schlappekicker-Aktion unterstützt dieses tolle Projekt mit einem großzügigen Betrag von 2000 Euro. Das Camp, das bereits seine dritte Auflage feiert, findet in Bad Arolsen-Landau statt. Hier kommen Kinder und Jugendliche mit Behinderungen zusammen, um gemeinsam Fußball zu spielen, zu lachen und einfach eine gute Zeit zu haben. Unter den Teilnehmenden sind auch Bewohner des Hauses Sankt Martin in Naumburg, die sich über die Möglichkeit freuen, aktiv dabei zu sein.

Sandro Mohr, Übungsleiter der Fußballschule der Sparkassenversicherung, hat die Verantwortung für das Training von rund 80 Teilnehmenden übernommen. Mit seiner Erfahrung und Leidenschaft sorgt er dafür, dass jeder auf seine Kosten kommt. Wo man hinschaut, sieht man strahlende Gesichter und spürt die positive Energie, die in der Luft liegt. Es ist wirklich berührend zu sehen, wie die ehemaligen Profis Pierre Littbarski und Guido Buchwald, beide Weltmeister von 1990, an dem Camp teilnehmen. Sie bringen nicht nur ihr fußballerisches Können ein, sondern betonen auch die Bedeutung von Inklusion und den respektvollen Umgang zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen.

Ein Vorbild für Inklusion

Der Ehrenvorsitzende der Aktion für Menschen mit Behinderung Waldeck-Frankenberg, Jürgen Damm, lobt das Camp über den grünen Klee und bezeichnet es als idealtypische Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Es wird deutlich, dass hier nicht nur Fußball gespielt wird, sondern auch echte Gemeinschaft entsteht. Alle Teilnehmenden sind gleichwertige Mitglieder des Camps und nehmen an allen Aktivitäten teil. Diese Integration ist nicht nur wichtig, sondern auch sehr wertvoll für die persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen.

Leider musste das 15. Fußballturnier des TSV Landau für Menschen mit Behinderung aufgrund extremer Hitze abgesagt werden, was viele enttäuschte Gesichter hinterlassen hat. Dennoch sind die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer überwältigend. Viele empfinden das Camp als angenehm und bereichernd – es ist eine Erfahrung, die sie nicht so schnell vergessen werden.

In Zeiten, in denen Inklusion oft nur ein Schlagwort ist, zeigt das Camp eindrucksvoll, wie es in der Praxis funktionieren kann. Hier wird nicht nur Fußball gespielt, sondern Brücken gebaut. Die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen ist ansteckend und gibt Hoffnung, dass solche Initiativen das Miteinander in der Gesellschaft wirklich verändern können. Wer weiß, vielleicht wird der ein oder andere von ihnen eines Tages selbst ein großer Fußballstar oder ein einflussreicher Mensch, der sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzt.

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