Mathematik zum Anfassen: Ein Tag voller Entdeckungen im Hallenbad
Heute ist der 18. Juni 2026, ein Tag, der im Vogelsbergkreis ganz im Zeichen der Mathematik steht. Professor Dr. Albrecht Beutelspacher, ein wahres Schwergewicht auf dem Gebiet der Mathematik und Leiter des Mathematikums in Gießen, hat seine Reise nach Alsfeld angetreten. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „BäderKultur – ein Bad taucht ab in Kunst & Klang“, organisiert vom Förderverein Badefreu(n)de, hielt er gleich drei Vorträge. Wer hätte gedacht, dass ein leergepumptes Hallenbadbecken der passende Ort für solch einen lehrreichen Tag sein könnte? Doch genau dort, zwischen den Fliesen und den Erinnerungen an viele Schwimmstunden, fand eine faszinierende Entdeckungstour in die Welt der Mathematik statt.
Mit einem bunten Mix aus Popcorn, Papier und Gummibändern machte Beutelspacher die oft als trocken empfundene Materie lebendig. Die Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Klassen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums waren begeistert. Im Workshop mit dem Titel „Würfel, Tetraeder & Co.“ verwandelten sie Papiermodelle in beeindruckende dreidimensionale Körper. Das klingt nach echter Zauberei, oder? Dabei wurden nicht nur Konzepte wie Volumen und das Dezimalsystem auf spielerische Weise erklärt, sondern auch die Neugier der Kinder geweckt. Wenn Mathematik so greifbar ist, wird sie gleich viel greifbarer!
Ein Blick in die Geschichte der Mathematik
Am Abend gab Beutelspacher dann einen tiefen Einblick in die Geschichte der Mathematik. Von Platon über Euklid bis zu Johannes Kepler und Carl Friedrich Gauß – die Zuhörer wurden auf eine spannende Zeitreise mitgenommen. Besonders interessant war die Erörterung der fünf platonischen Körper – Würfel, Tetraeder, Oktaeder, Dodekaeder und Ikosaeder – die nicht nur mathematische Eigenschaften besitzen, sondern auch historisch von großer Bedeutung sind. Es gibt tatsächlich nur fünf dieser Körper, was ihre Faszination nur noch erhöht. Sie haben besondere Eigenschaften, die es zu entdecken gilt, und das nicht nur in der Theorie, sondern auch praktisch. Interaktive Geogebra-Animationen könnten hier Wunder wirken, um die Formen und deren Dualkörper zu analysieren.
Ein lebhafter Austausch mit dem Publikum über den Einfluss künstlicher Intelligenz auf die mathematische Forschung rundete den Abend ab. Fragen über die Zukunft der Mathematik und welche Rolle modernste Technologien dabei spielen, ließen die Zuhörer nachdenklich zurück.
Ein Dankeschön und süße Erinnerungen
Am Ende des Tages fand Anja Kierblewski, die Vorsitzende des Fördervereins, liebevolle Worte für Beutelspacher. Sie überreichte ihm kleine Süßigkeiten für die Heimfahrt – eine Geste, die den Tag perfekt abrundete. Es bleibt zu hoffen, dass diese Veranstaltungen nicht nur den Schülern, sondern auch den Erwachsenen im Publikum das Staunen über die Mathematik zurückgebracht haben. Denn seien wir ehrlich, Mathematik ist mehr als nur Zahlen und Formeln. Sie ist ein Abenteuer, ein Puzzle, das darauf wartet, gelöst zu werden. Wenn die Mathematik mit Popcorn und Marshmallows erklärt wird, dann kann sie nur Spaß machen!
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