Ein Ort des Miteinanders: Das Mehrgenerationenhaus Schotten eröffnet neue Perspektiven
Am 25.07.26 war es endlich so weit: Die SPD Frauen Vogelsberg eröffneten ihr Sommerprogramm im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Schotten. Unter dem Motto „Begegnen, entdecken und ins Gespräch kommen“ wurde ein Raum geschaffen, in dem Menschen aller Altersgruppen zusammenkommen und sich austauschen können. Die Leiterin, Gudrun Haas, zusammen mit ihrer Kollegin Roya Tat, stellte die Wichtigkeit des MGH vor. Es ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein lebendiger Ort des Miteinanders, getragen von der Stadt Schotten und Teil eines bundesweiten Netzwerks von rund 530 Mehrgenerationenhäusern, die unter dem Programm „Mehrgenerationenhaus – Miteinander, Füreinander“ agieren.
Das MGH ist ein echter Leuchtturm für gesellschaftliche Teilhabe. Hier kommen Jung und Alt zusammen – unabhängig von Herkunft oder Lebenssituation. Die zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich dort engagieren, und die Unterstützung der Stadt Schotten, die bei Verwaltungsfragen und durch den Bauhof hilft, bilden ein starkes Fundament. Ein barrierefreies Gebäude, das einfach zu erreichen ist, öffnet die Türen für eine Vielzahl von Angeboten, darunter Repair-Cafés, Krabbelgruppen und Familienfrühstücke. Ein Ort, an dem Seniorentreffs, Handy-Sprechstunden und kreative Bewegungsangebote den Austausch zwischen den Generationen fördern.
Ein Ort der Begegnung
Das MGH ist nicht nur ein Treffpunkt, sondern auch ein Ort, an dem wichtige gesellschaftliche Themen aufgegriffen werden. Die ehemalige Bürgermeisterin Susanne Schaab würdigte in ihrer Ansprache das Engagement von Gudrun Haas, die mit ihrem Team unermüdlich daran arbeitet, das MGH zu einem Anlaufpunkt für alle zu machen. Die Teilnehmerinnen waren begeistert von den Möglichkeiten zur Vernetzung und der Offenheit, die in der Einrichtung herrscht. Der gemeinsame Ausklang im Schötter Wirtshaus war der krönende Abschluss eines inspirierenden Tages.
Aber das MGH ist mehr als nur ein Ort der Begegnung – es spielt auch eine zentrale Rolle in der Förderung von Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen. Im Rahmen der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung wird ein Sonderschwerpunkt gesetzt, um das Grundbildungsniveau in Deutschland bis 2026 zu erhöhen. Die MGH fungieren hier als wichtige Partner vor Ort und bieten Lern- oder Beratungsangebote an. Es sind Projekte in Planung, die nicht nur die Menschen in ihrer vertrauten Umgebung erreichen, sondern auch starke Netzwerke für Alphabetisierung und Grundbildung aufbauen wollen.
Bildung für alle
Die Förderung dieser Sonderschwerpunkte wird bis zum Ende der AlphaDekade 2026 fortgeführt. Rund 160 Mehrgenerationenhäuser sind bereits aktiv in diesem Bereich. Hier können Lerncafés, Workshops zum Umgang mit Geld oder kreative Angebote zum Üben von Lesen und Schreiben stattfinden. Die Zusammenarbeit mit Jobcentern, Beratungsstellen und anderen Institutionen macht das MGH zu einem unverzichtbaren Partner für die Initiative zur Steigerung der Lese- und Schreibkompetenzen.
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) unterstützt all diese Bemühungen. Seit 2006 werden Mehrgenerationenhäuser als Begegnungs- und Bildungsorte gefördert. Das aktuelle Programm „Miteinander – Füreinander“ wird nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch durch die Bereitstellung von Ressourcen zur Schaffung neuartiger Lernangebote für Erwachsene mit Grundbildungsbedarf. So wird das MGH in Schotten zu einem Ort, an dem Menschen sich begegnen, lernen und zusammen wachsen können.
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