Heute ist der 30.05.2026 und irgendwie ist das Thema Schwimmen in Hessen drängender denn je. Jedes fünfte Kind kann nach der Grundschule nicht schwimmen – da wird einem ganz anders, wenn man darüber nachdenkt! Der hessische Kultusminister Armin Schwarz von der CDU hat das in einer aktuellen Debatte betont. Er hebt hervor, dass Schwimmen nicht nur eine gesundheitsfördernde Fähigkeit ist, sondern sogar überlebenswichtig. Ein eindringlicher Appell, der in Anbetracht der tragischen Badeunfälle der letzten Jahre mehr als nötig scheint. Man denke nur an den schrecklichen Fall eines neunjährigen Mädchens, das in einem Frankfurter Schwimmbad ertrank. So etwas darf einfach nicht passieren!

Die Verantwortung für die Schwimmfähigkeiten der Kinder liegt primär bei den Eltern, aber auch der Schwimmunterricht in Schulen spielt eine zentrale Rolle. In Hessen ist Schwimmen Teil der „körperlichen Grundbildung“ und fester Bestandteil des Sportunterrichts. Es wird ein flächendeckender Schwimmunterricht angestrebt, doch der Zugang zu Schwimmbecken ist oft ein großes Problem. Das Ministerium hat klar gemacht: Wenn Schulen keinen Schwimmunterricht für die Jahrgangsstufen fünf bis zehn anbieten können, müssen sie das melden. Bisher gibt es dazu keine Meldungen, aber das Thema bleibt drängend.

Ein großes Problem für viele Kinder

Das Programm „Hessen lernt Schwimmen“ wurde als Reaktion auf die Corona-Krise ins Leben gerufen. Es konzentriert sich auf Kinder und Jugendliche zwischen sechs und vierzehn Jahren und hat bis jetzt fast 4000 jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, an kostenlosen Schwimmkursen teilzunehmen. Das zeigt den enormen Bedarf! Die Landesregierung hat auch die finanziellen Mittel zur Förderung von Sportstätten erhöht. Mit dem Investitions- und Modernisierungsprogramm SWIM plus wurden in den letzten zwei Jahren 55 Schwimmbäder unterstützt. Ein Schritt in die richtige Richtung, aber ist das genug?

Im Jahr 2024 ertranken in Deutschland mindestens 411 Menschen – ein erschreckendes Ergebnis, das uns alle betreffen sollte. Besonders in Bayern gab es mit 70 Todesfällen in unbewachten Gewässern eine alarmierende Häufung. Unbewachte Seen, Flüsse und Weiher sind oft die Unfallorte. Eltern haben die Verantwortung, ihre Kinder im Wasser immer im Blick zu haben. Ein Moment der Unachtsamkeit kann fatale Folgen haben. Es wird empfohlen, Schwimmbereiche gemeinsam mit den Kindern zu erkunden. Klar, das ist wichtig, aber wie oft denken wir daran, wenn wir in den Urlaub fahren und die Kinder am Strand spielen? Auch harmlose Gefahrenquellen, wie Regentonnen oder kleine Gartenteiche, können für Kleinkinder lebensbedrohlich sein.

Realität der Schwimmfähigkeit

Wie sieht es eigentlich mit den Schwimmfähigkeiten der Kinder aus? Laut der DLRG werden 57 Prozent der Kinder von ihren Eltern als sichere Schwimmer eingeschätzt – ein leicht gesunkener Wert im Vergleich zu 2017. Gleichzeitig steigt die Zahl der Nichtschwimmer, während der Anteil der unsicheren Schwimmer abnimmt. 58 Prozent der Kinder am Ende der Grundschule sind keine sicheren Schwimmer. Das ist alarmierend! Vor allem, wenn man bedenkt, dass viele Eltern fälschlicherweise glauben, dass das Seepferdchen-Schwimmabzeichen ausreichend ist. Das bescheinigt nur, dass die Grundlagen beherrscht werden. Ein Freischwimmer (Schwimmabzeichen Bronze) ist entscheidend für richtig sicheres Schwimmen.

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Das Thema Schwimmen ist also ein vielschichtiges und dringendes. Es betrifft nicht nur die Kinder selbst, sondern auch die Verantwortung, die Eltern und Schulen teilen müssen. Der Druck, Schwimmfähigkeiten zu erlernen, ist höher denn je. Man fragt sich, was noch nötig ist, um das Bewusstsein zu schärfen und die Sicherheit zu erhöhen. Schwimmen ist nicht nur ein Sport, es ist eine Lebenskompetenz. Und da müssen wir alle anpacken!