Freibad Ziegenhain: Kostenloses Planschen für Kinder dank großzügigem Spender
Im Freibad Ziegenhain ist das Planschen für Kinder bis 15 Jahre in diesem Sommer gratis! Ein anonymer Spender, der selbst fast täglich die Vorzüge des Bades genießt, übernimmt die Eintrittskosten während der hessischen Sommerferien. Bürgermeister Tobias Kreuter gab die frohe Botschaft in einer Pressemitteilung bekannt und betonte, dass diese großzügige Geste vor allem den Kindern und Jugendlichen zugutekommt, die in diesem Jahr nicht in den Urlaub fahren können. Es ist eine schöne Möglichkeit, ihnen eine Freude zu bereiten und die Begeisterung für das Schwimmbad zu fördern.
Die Aktion startet bereits am Freitag, und die Sommerferien dauern bis zum 9. August. Es gibt kein Limit für die Anzahl der Besuche, die an der Kasse gezählt werden, was bedeutet, dass die Kleinen nach Herzenslust planschen können. Der Eintritt ist für Kinder bis drei Jahre ohnehin frei, für alle anderen ab vier Jahren wird ein Euro fällig – oder ermäßigt 50 Cent. Im vergangenen Jahr haben die Kinderkarten mit etwa 1.000 Euro eher bescheiden zur Kasse beigetragen. Dieses Mal rechnet Schwalmstadt mit Einnahmen von rund 15.000 Euro. Da bekommt das Schwimmen gleich einen ganz anderen Wert!
Sanierungsarbeiten und Herausforderungen
Allerdings gibt es auch eine Schattenseite: Das Nichtschwimmerbecken bleibt aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen. Schwalmstadt hat bereits das Schwimmerbecken und den Kleinkindbereich modernisiert, plant aber eine umfassende Sanierung des gesamten Freibades. Dies ist in Zeiten, in denen die Zahl der sanierungsbedürftigen Freibäder in Deutschland steigt, ein mutiger Schritt. Laut einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) haben 38 Prozent der Betreiber angegeben, dass ihre Bäder in den nächsten fünf Jahren umfassend saniert werden müssen – ein Anstieg um 3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Und das in einer Zeit, in der 72 Prozent der Befragten eine Verschlechterung ihrer finanziellen Situation erwarten.
Die Gründe für diese Misere sind vielfältig: Zu wenig Fördermittel, gestiegene Baukosten und hohe Zinsen setzen den Freibädern zu. Auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor der Schließung vieler öffentlicher Bäder ohne umfassende Sanierungen. Man könnte meinen, die Freibäder sind wie ein schillernder Schmetterling, der in Gefahr ist, in der Hektik des Alltags unterzugehen. Doch die Stadt Schwalmstadt zeigt, dass man auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten kann. Bürgermeister Kreuter bezeichnet die Spende als ein Zeichen des Zusammenhalts in der Stadt und als Bereicherung für die Familien, die nicht reisen können. Es ist ein kleiner Lichtblick in einer oft trüben Landschaft.
Insgesamt ist das Freibad Ziegenhain ein wichtiger Bestandteil des Lebens in der Region. Mit mehr als 6.000 Hallen- und Freibädern in Deutschland, die laut dem Bäderatlas der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen existieren, zeigt sich, wie wichtig diese Orte für die Gemeinschaft sind. Doch der Fachkräftemangel und die finanziellen Herausforderungen machen es nicht leicht, die Bäder am Laufen zu halten. In 26 Prozent der Bäder waren mehr als 10 Prozent der Stellen unbesetzt, und über 12 Prozent mussten in der vergangenen Saison aufgrund von Personalmangel zeitweise schließen. Das ist eine echte Herausforderung für die Betreiber!
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