Ehrenamtliches Engagement: Menschen, die unsere Gesellschaft zusammenhalten
Am 2. Juni 2026 war es wieder einmal so weit: In der Kreisverwaltung Schwalm-Eder fand eine bewegende Feierstunde zur Verleihung der Landesehrenbriefe statt. Landrat Winfried Becker eröffnete die Zeremonie und hob die immense Bedeutung des Ehrenamts hervor. In Zeiten, in denen die Welt oft Kopf steht, sind es die Menschen, die sich freiwillig für andere einsetzen, die das Rückgrat unserer Gesellschaft bilden. Becker dankte den Geehrten und ihren Familien für deren unermüdliche Unterstützung – ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.
Sechs Persönlichkeiten erhielten die Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement in den Bereichen Demokratie, Soziales und Kultur. Es ist beeindruckend, was jede dieser Personen geleistet hat und wie sie das Leben in unserer Region bereichert haben. Ihre Geschichten sind wie ein buntes Mosaik aus Leidenschaft, Hingabe und dem unaufhörlichen Willen, anderen zu helfen.
Die Ausgezeichneten im Detail
Ein ganz besonderes Licht wirft die Verleihung auf die außergewöhnlichen Leistungen der Geehrten. Da ist zum Beispiel Sandra Geschwandtner von der DLRG, die seit über 30 Jahren in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung aktiv ist. Ihre Auszeichnungen, darunter das Verdienstzeichen der DLRG in Gold (2018) und die Hessische Katastrophenschutzmedaille in Silber (2021), zeigen, wie wichtig ihr Engagement für die Sicherheit der Menschen in unserer Region ist.
Cornelia Lang, die seit 1987 Mitglied der Schwälmer Volkstanzgruppe ist, fördert mit Herz und Seele die Schwälmer Tracht und Tanztradition. Ihre Arbeit mit der Kinder- und Jugendgruppe seit 1995 ist unbezahlbar und trägt dazu bei, diese Tradition lebendig zu halten.
Irmhild Wickert, eine wahre Pionierin, hat 1991 die Gymnastikgruppe bei TuSpo Allendorf mitgegründet und leitet sie bis heute. Ihre Ehrungen, wie die Ehrennadel in Bronze des Deutschen Turner-Bundes (2022) und die Sportehrenurkunde des Schwalm-Eder-Kreises (2023), sind nur eine kleine Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz.
Die Vielfalt des Ehrenamts
Die Liste geht weiter mit Carsten Lang, der seit 1982 in der Schwälmer Volkstanzgruppe aktiv ist und die Erwachsenen-Gruppe leitet. Seine Organisation von Trachtenfesten und internationalen Kontakten zeugt von seinem Engagement für die Gemeinschaft.
Markus Karl Pollock hat die Reservistenkameradschaft Weißenborn mitbegründet und ist nicht nur stellvertretender Regionalstellenleiter des Bundeswehrsozialwerks, sondern auch aktiv im Heimatverein Universi Villani Weißenborn e. V. und in der Kommunalpolitik. Seit 2016 ist er zudem Kreisbeigeordneter – ein wahrer Allrounder!
Und dann gibt es noch Klaus Vestweber, der über 60 Jahre im Posaunenchor und mehr als 50 Jahre bei der Feuerwehr aktiv ist, zudem über 40 Jahre im SC Winterscheid mitwirkt. Seine Ehrenplakette der Gemeinde Gilserberg, die er 2024 erhielt, ist ein weiteres Zeichen für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft im Gilserberger Hochland.
Ein Blick auf das Ehrenamt
Die Verleihung der Landesehrenbriefe ist nicht nur eine schöne Geste, sondern sie verweist auch auf die Bedeutung des Ehrenamts in unserer Gesellschaft. Ehrenamtliche Tätigkeiten, ob im Sportverein, als Ratsmitglied oder als Wahlhelfer, sind grundlegend für das Funktionieren des Gemeinwesens. In Deutschland engagieren sich Schätzungen zufolge zwischen 15,98 Millionen und über 23 Millionen Menschen in verschiedenen Bereichen des öffentlichen und sozialen Lebens. Das ist eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie viel Herzblut in der ehrenamtlichen Arbeit steckt.
Über die Jahre hat sich das Ehrenamt gewandelt, von seinen Wurzeln in der Antike und im Christentum hin zu einem unverzichtbaren Teil des sozialen Gefüges. Auch wenn die Rolle des Ehrenamts in der heutigen Gesellschaft oft diskutiert wird, bleibt eines klar: Ohne die vielen Freiwilligen wäre unsere Gemeinschaft nicht das, was sie ist. Sie tragen zur Sicherheit, zum Miteinander und zur Tradition bei. Ihre Arbeit ist nicht immer leicht zu quantifizieren, doch ihr Wert ist unermesslich.
In diesem Sinne ist der Ehrenbrief des Landes Hessen eine verdiente Anerkennung für all jene, die sich unentgeltlich für das Gemeinwohl einsetzen. Es ist eine Feier der Menschlichkeit und der Solidarität, die uns alle verbindet.
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