Heute ist der 15.07.2026, und in Hessen stehen die Schulen vor einer neuen Herausforderung: der Erfassung von Unterrichtsausfällen. Ein Vorhaben, das in der dritten und vierten Kalenderwoche nach den Sommerferien beginnen soll. Es ist ein bisschen wie ein Blick in die Glaskugel, denn Kultusminister Armin Schwarz (CDU) hat angekündigt, dass dieser Prozess gestartet wird, um verlässliche Zahlen zu erhalten, die bisher einfach nicht vorhanden sind. Die Grünen, vertreten durch Daniel May, sind darüber weniger begeistert und zeigen sich unzufrieden mit dem, was sie als unzureichende Informationen empfinden. Es bleibt die Frage: Wie viele Stunden fallen tatsächlich aus und warum wird die Erhebung nicht umfassender gestaltet?

Die digitale Erfassung, die mithilfe eines Online-Umfragetools stattfinden soll, wird als bürokratiearm angepriesen. Die Schulen sollen nicht unnötig belastet werden, aber ob das wirklich so einfach werden kann? Die Stichprobe wird methodisch belastbar angelegt – das klingt gut, aber wie viele Schulen tatsächlich teilnehmen, bleibt unklar. Auch die Auswahl der teilnehmenden Schulen sorgt für Fragen. Warum gerade die dritte und vierte Woche nach den Sommerferien? Das ist ein Zeitraum, in dem normalerweise weniger Krankheitsfälle auftreten. Ein wenig merkwürdig, oder?

Erfassung und Definition

In der geplanten Erhebung sollen zwei Kennzahlen erfasst werden: der zu erteilende Unterricht und der ersatzlos ausgefallene Unterricht. Letzteres umfasst Stunden, die nicht stattfinden oder nur Beaufsichtigung bieten. Unterrichtswechsel, wie etwa von Deutsch zu Englisch, zählen nicht dazu. Das klingt vielleicht ein wenig nach Bürokratie, aber es ist wichtig, um ein klares Bild der Situation zu bekommen. Die Schulen sowie die staatlichen Schulämter werden rechtzeitig informiert, was immerhin einen gewissen Spielraum für Planung lässt.

Ein weiteres Thema, das aufkommt, sind die Möglichkeiten, die Unterrichtsausfälle zu kompensieren. Hier gibt es befristete Vertretungsverträge oder unbefristete Einstellungen während Elternzeiten. Ressourcen stehen im Rahmen der „verlässlichen Schule“ zur Verfügung, um kurzfristige Abwesenheiten auszugleichen. Es ist also nicht alles verloren, wenn mal ein Lehrer ausfällt.

Kritik und Zukunft

Daniel May von den Grünen hat jedoch deutliche Kritik geäußert. Er bemängelt, dass Kultusminister Schwarz anscheinend nicht einmal weiß, wie viel Unterricht in Hessen tatsächlich ausfällt. Und das digitale Erfassungssystem, das bereits entwickelt wurde, ist immer noch nicht im Einsatz. Es bleibt zu hoffen, dass die Nachfrage nach mehr Transparenz und verlässlichen Zahlen nicht in den Hintergrund gedrängt wird. Es gibt ja schließlich auch eine Vielzahl an Schulformen in Hessen, von Grundschulen über Gymnasien bis hin zu Förderschulen. Jede dieser Institutionen hat ihre eigenen Herausforderungen und Anforderungen.

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Die statistischen Berichte und Tabellen zu verschiedenen Schulformen, die Hessen bereitstellt, könnten hier eine wichtige Rolle spielen. In den letzten Jahren hat sich viel bewegt, doch die umfassende Statistik zu Unterrichtsausfällen bleibt ein ungelöstes Rätsel. Warten wir also ab, wie sich das alles entwickeln wird und ob die Schulen am Ende die Unterstützung erhalten, die sie so dringend brauchen.

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