Wenn die Temperaturen die 30-Grad-Marke überschreiten, beginnt für Kältetechniker die stressigste Zeit des Jahres. Plötzlich klingeln die Telefone ununterbrochen, und die Notrufe häufen sich. Ob Krankenhäuser, Seniorenheime oder überhitzte Serverräume – überall wird dringend Unterstützung benötigt. Ein besonders stark nachgefragter Betrieb in dieser Zeit ist die Kältetechnik-Firma Hüfner in Heusenstamm, im Kreis Offenbach gelegen. Anja Mahlow-Hüfner, die Geschäftsführerin, berichtet von einem unermüdlichen Telefonkontakt und den hohen Erwartungen der Kunden, die sich in dieser Hitze nach Abkühlung sehnen.

Die Nachfrage nach Klimaanlagen ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen, vor allem bei Privatpersonen, die ihre Häuser modernisieren möchten. Andreas Hüfner, der technische Betriebsleiter, erklärt, dass energetische Sanierungen oft zu Investitionen in Klimaanlagen führen. Ironischerweise müssen Neubauten häufig auf Klimaanlagen verzichten, da die Kosten ein gewisses Maß überschreiten. In der heutigen Zeit werden Klimaanlagen jedoch zunehmend als Standard angesehen, ähnlich wie die Klimaanlage im Auto. Günstigere Preise dank Massenproduktion und standardisierten Montagen haben dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen in den Genuss einer kühlen Brise kommen.

Ein Beruf mit Perspektive

Die Monteure von Hüfner arbeiten oft unter extremen Bedingungen. Auf Dächern oder in aufgeheizten Gebäuden bringen sie sich selbst ins Schwitzen, während sie die Technik in Gang setzen. Um der Mittagshitze zu entkommen, beginnen sie ihre Arbeit bereits früh – oft zwischen 5 und 6 Uhr. In diesen Zeiten sind auch die Azubis gefordert. Aktuell absolvieren etwa sechs Jugendliche ihre Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik bei Hüfner. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und viele bleiben im Unternehmen – das spricht für die gute Ausbildung und das angenehme Betriebsklima.

Marc Andres, ein Auszubildender, hat ein paar nützliche Tipps für heiße Tage parat: Sonnenschutz ist ein Muss, viel Trinken ebenfalls. Und natürlich sollte man nicht vergessen, auch mal einen Hut aufzusetzen und Schatten zu suchen. Nach der Ausbildung stehen den Mechatronikern für Kältetechnik viele Türen offen. Sie können sich direkt bewerben oder sich weiterbilden – und das ist wichtig, um auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu bleiben. Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig, von Techniker über Meister bis hin zu einem Studium in verwandten Bereichen.

Kältetechnik als Zukunftsberuf

Klimaanlagen, Kältetechnik und Lüftungssysteme sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Der steigende Bedarf an energieeffizienten und umweltfreundlichen Klimasystemen führt zu einer höheren Nachfrage nach Fachkräften in der Klimatechnik. Für Technik- und Nachhaltigkeitsinteressierte bietet die Ausbildung zum Klimatechniker einen zukunftssicheren Berufsweg. Klimatechniker planen, installieren, warten und reparieren klima- und kältetechnische Anlagen, wobei technisches Know-how, handwerkliches Geschick und Verantwortungsbewusstsein gefragt sind.

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Das Berufsfeld ist breit gefächert: Typische Einsatzorte sind private Haushalte, Bürogebäude, Krankenhäuser oder Industrieanlagen. Die Ausbildung erfolgt dual in einem Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, umfasst Mechanik, Elektronik und Umweltschutz. Wer die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich über ein Einstiegsgehalt von etwa 2.400 bis 2.800 Euro brutto pro Monat freuen. Mit Erfahrung und Weiterbildung sind sogar Gehälter von über 4.000 Euro brutto möglich. Die Möglichkeiten sind also enorm.

Die Nachfrage wird durch den Klimawandel und gesetzliche Vorgaben weiter steigen. Wer sich für eine Karriere in der Kältetechnik entscheidet, hat also nicht nur gute Aussichten – er leistet gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung der globalen Erderwärmung.

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