Heute ist der 13.06.2026 und in Offenbach wird fleißig gewerkelt! Zwischen Kahlweg und Waldstraße am Brunnenweg sind die Straßenbauarbeiten in vollem Gange. Hier wird nicht nur einfach ein bisschen Asphalt aufgetragen – nein, die Arbeiten umfassen Meißeln, Fräsen und natürlich das Asphaltieren. Ein ganz schöner Aufwand, um die Straßen auf Vordermann zu bringen. Interessanterweise gab es keine Vollsperrung, sodass die Umleitungsstrecken nicht überlastet wurden. Stattdessen wurde der Verkehr mit einer mobilen Ampelanlage halbseitig geleitet. Praktisch, oder?

Doch das ist noch nicht alles. Stadtkämmerer Martin Wilhelm und Melanie Gessner, Leiterin der Abteilung Tiefbau, schauten persönlich vorbei, um sich ein Bild von den Fortschritten zu machen. Dieses Jahr fließen stolze 1,6 Millionen Euro in die Instandsetzung von Straßen, Geh- und Fahrradwegen sowie Industriebauwerken. Insgesamt werden in Offenbach rund 12.000 Quadratmeter Asphalt erneuert – und am Brunnenweg allein sind es schon mal 3.500 Quadratmeter. Auch in den Straßenabschnitten Schreberstraße, Waldstraße und Eberhard-von-Rochow-Straße wird fleißig gearbeitet. Und als ob das noch nicht genug wäre, sind auch geplante Arbeiten an der Marienstraße zwischen Isenburgring und Sprendlinger Straße in Aussicht.

Stadtwerke in der Kritik

Doch während die Straßen neu gemacht werden, gibt es auch einen anderen, weniger erfreulichen Aspekt, der die Offenbacher Bürger beschäftigt. Die Stadtwerke stehen wegen ausbleibender Straßenreinigungen in der Kritik. Anwohner, besonders im Musikerviertel, berichten von massiven Ausfällen der Reinigungsintervalle. Das kann ja nicht sein! Beschwerden über nicht durchgeführte Reinigungen trotz bezahlter Gebühren häufen sich. Jürgen Duchardt, ein betroffener Anwohner, schildert, dass von acht bezahlten Reinigungen nur zwei tatsächlich stattfanden. Das klingt nach einem echten Problem.

Die Ausreden der Stadtwerke sind vielfältig: hoher Krankenstand, defekte Maschinen und die Wetterbedingungen – alles Gründe, die immer wieder genannt werden. Brigitte Stieneker beklagt sogar, dass im Oktober in ihrer Straße keine Reinigung stattfand. Martin Wilhelm äußert sein Bedauern über die Unzufriedenheit der Bürger, schließlich sind Oktober und November auch herausfordernde Monate wegen des Laubfalls. Um dem entgegenzuwirken, haben die Stadtwerke ihre Kapazitäten aufgestockt und setzen nun zwei zusätzliche Großkehrmaschinen ein. Das klingt nach einer Lösung, aber es bleibt abzuwarten, ob die Maßnahmen ausreichen.

Reinigungspflicht und Anwohnerverantwortung

Interessanterweise ist die Straßenreinigung in der Straßenreinigungssatzung der jeweiligen Gemeinde geregelt. Gemeinden können die Reinigungspflicht ganz oder teilweise den Anwohnern auferlegen. Das bedeutet, dass die Anwohner auch bei Schnee und Eisglätte gefordert sind, Gehwege und Überwege für Fußgänger zu räumen. Auch das Streuen ist Teil ihrer Verantwortung. Man könnte sagen, das ist eine Art gemeinschaftlicher Auftrag, den man nicht ganz allein den Stadtwerken überlassen kann.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Stadtwerke planen, nach der Laubsaison die Maßnahmen zu überdenken. Doch das könnte für die Gebührenzahler höhere Kosten mit sich bringen. Immerhin können Bürger individuelle Anfragen auf Gebührenrückerstattung stellen, falls die Reinigungen ausbleiben. Der Ansprechpartner für Rückfragen ist der stellvertretende ESO-Chef Christian Loose.