Metallica, die unbestrittenen Giganten des Heavy Metals, haben sich nach sage und schreibe 17 Jahren endlich wieder nach Frankfurt aufgemacht. Am Freitagabend war es soweit: Das erste von zwei Konzerten im Waldstadion im Rahmen der M72 World Tour. Und was für ein Spektakel! Mit einem fröhlichen Schauer der Vorfreude im Nacken, strömten schätzungsweise 50.000 Fans in die Arena. Die Tickets für die Stehplätze waren mit 265 Euro nicht gerade ein Schnäppchen, aber das war es wohl wert.
Die Band, die schon immer für Überraschungen gut ist, hatte ein ganz besonderes Konzept im Gepäck: das No-Repeat-Konzept. Das bedeutet, dass an beiden Tagen völlig unterschiedliche Setlists gespielt werden, kein Song wird wiederholt. Ein echtes Fest für die Fans, die sich auf eine Reise durch die musikalische Geschichte von Metallica freuen konnten. Der Abend begann mit den ikonischen Klängen von Ennio Morricone aus „The Good, the Bad and the Ugly“, bevor die erste Welle von Energie mit „Creeping Death“ über die Menge hinwegrollte.
Ein unvergessliches Konzert
Die Bühne war zentral im Innenraum platziert, was den Zuschauern eine ganz neue Perspektive bot. Das ging einher mit einer besonderen Herausforderung: Oft waren die Bandmitglieder weit auseinander verteilt, was es nicht gerade leicht machte, sie zu sehen. Aber die Videozylinder, die die Musiker in Überlebensgröße zeigten, halfen, die Distanz zu überbrücken – ein cleverer Schachzug! Zu den Highlights des Abends zählten natürlich auch Klassiker wie „Ride the Lightning“ und „Fuel“. Und dann die Überraschung: Bassist Trujillo und Gitarrist Hammett trugen die Tankard-Hymne „Schwarz-Weiß wie Schnee“ vor, was den frenetischen Applaus der Fans nur noch verstärkte.
Nach zwei Stunden, in denen das Publikum in Ekstase versetzt wurde, endete der Abend mit dem kraftvollen „Master of Puppets“. Man könnte sagen, der Schlussakt war wie ein Feuerwerk der Emotionen – die Menge sang und jubelte, als ob es kein Morgen gäbe. Komischerweise fehlten jedoch einige der bekanntesten Songs wie „Enter Sandman“ und „One“, was bei manch einem Fan für Verwirrung sorgte. Aber hey, vielleicht ist das der Charme des No-Repeat-Konzepts: Überraschungen und unerwartete Wendungen!
Ein Blick in die Vergangenheit
Metallica ist bekannt für ihre ausgedehnten Tourneen, die oft ganze Kontinente umfassen. Über die Jahre hinweg haben sie unzählige Konzerte gegeben, von der Monsters of Rock ’91 in Europa bis zur Guns N‘ Roses/Metallica Stadium Tour in den 90ern. Diese Auftritte haben nicht nur die Bandgeschichte geprägt, sondern auch die Geschichte des Rock selbst. Erinnerungen an die legendären Konzerte, wie das letzte in Moskau, wo schätzungsweise bis zu 450.000 Menschen anwesend waren, wecken nostalgische Gefühle und zeigen, wie die Band immer wieder neue Maßstäbe setzt.
Jedes Konzert ist ein neues Kapitel in der Geschichte von Metallica, und die Fans können es kaum erwarten zu sehen, was sie als Nächstes auf Lager haben. Am Sonntag steht das zweite Konzert an, und die Erwartungen sind hoch. Was wird die Band diesmal für uns bereithalten? Die Vorfreude ist greifbar – und die Spannung steigt!