Heute ist der 2.06.2026 und in Marburg-Biedenkopf tut sich etwas ganz Besonderes in den Freibädern! Man stelle sich vor: Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen und die Menschen strömen in die Schwimmbäder. Um die Besucher vor der gefährlichen UV-Strahlung zu schützen, hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf eine innovative Lösung auf den Weg gebracht. Es wurden UV-Index-Tafeln in mehreren Freibädern aufgestellt, die den aktuellen Stand der UV-Strahlung anzeigen. Die erste Tafel steht schon stolz im Freibad Rauschenberg. Ein Schritt, der nicht nur wichtig, sondern auch notwendig ist.
Der Grund für dieses Projekt ist so einfach wie gravierend: Hautkrebs. Die Idee entstand bei einem Runden Tisch für Kinder- und Jugendgesundheit in Rauschenberg. Dort wurde die alarmierende Zunahme von Sonnenbränden bei Kindern und Jugendlichen thematisiert. Das hat einen Stein ins Rollen gebracht. Und so können nun die Freibadbesucher über einen QR-Code die aktuelle UV-Strahlungsstärke abrufen. Wozu das alles? Um Hautkrebs zu verhindern! Ein Ziel, das jeden von uns betrifft.
Prävention und Verantwortung
Die Verantwortlichen in Rauschenberg, allen voran Bürgermeisterin Alexandra Klusmann, betonen, wie wichtig es ist, in diesem Bereich Verantwortung zu übernehmen. Die UV-Index-Tafeln sind nicht nur ein praktisches Tool, sondern auch Teil des Modellprojekts „Dezentrale Präventionsberatung“ des Landkreises. Außerdem sorgt der Förderverein Freibad Rauschenberg dafür, dass die Besucher zusätzlich mit Sonnenmilchspendern versorgt werden. Das ist doch mal ein echter Service!
Die Tafeln sind ein kleiner, aber feiner Teil einer größeren Initiative. Geplant ist, dass auch in Bad Endbach, Biedenkopf, Neustadt (Hessen), Kirchhain und Stadtallendorf weitere Tafeln aufgestellt werden. Das Ganze wird vom Kreis Marburg-Biedenkopf finanziert, insgesamt etwa 700 Euro. Eine Investition in die Gesundheit der Bürger, die sich auf jeden Fall lohnt.
Tipps für den Sonnenschutz
Die Tafeln bieten nicht nur Informationen, sondern auch wertvolle Verhaltenstipps. Dazu gehört das Auftragen von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor, das Tragen von Kopfbedeckungen und hautbedeckender Kleidung sowie das Aufsuchen von Schattenplätzen. Gerade die höheren UV-Index-Werte, die von 1 bis 11+ reichen, erfordern verstärkte Maßnahmen – besonders zur Mittagszeit, wenn die Sonne am stärksten scheint. Das ist wichtig, denn UV-Strahlung ist der größte beeinflussbare Risikofaktor für Hautkrebs. Und mit dem Klimawandel wird die Intensität der Sonnenstrahlung immer höher, was das Risiko für Sonnenbrände zusätzlich erhöht.
Die Entwicklung der Tafeln erfolgte im Rahmen des bundesweiten Projekts „WATCH OUT“, gefördert von der Deutschen Krebshilfe. Hier wird deutlich, wie wichtig die Prävention ist – nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft. Wenn wir jetzt handeln, können wir vielen Menschen das Risiko eines Sonnenbrands und damit möglicherweise auch die Gefahr von Hautkrebs ersparen. Ob das nicht eine lohnenswerte Aufgabe ist?