Heute ist der 5.05.2026 und wir alle wissen, was das bedeutet: Der Frühjahrsputz steht vor der Tür! In vielen Haushalten, besonders hier im Main-Kinzig-Kreis, wird es Zeit, die Wohnung auf Vordermann zu bringen und den Winterstaub hinter sich zu lassen. Doch während wir fröhlich mit Besen und Wischmopp durch unser Zuhause fegen, sollten wir auch einen wichtigen Warnhinweis im Hinterkopf behalten – vor allem, wenn es um die kleinen, ungebetenen Gäste geht: die Rötelmäuse. Das Amts für Gesundheit und Gefahrenabwehr hat vor Hantaviren gewarnt, die über den Kot und Urin dieser Nagetiere übertragen werden können.

Das Schlimme daran? Diese Virusüberträger sind nicht nur unangenehm, sondern ihre Exkremente bleiben auch nach dem Austrocknen noch mehrere Tage ansteckend. Man könnte meinen, dass eine Maus in der Wohnung schon genug gruselige Gedanken aufwirft, aber die Vorstellung, dass sich hinter einem harmlosen Staubkörnchen ein potenzieller Krankheitsüberträger verbergen könnte, ist nicht gerade beruhigend. Die Infektion geschieht hauptsächlich durch das Einatmen von aufgewirbeltem Staub, der mit den Viren kontaminiert ist. Ein direkter Kontakt mit den Nagetieren durch Bisse ist eher die Ausnahme.

Die Symptome und wie man sich schützt

Die Symptome einer Hantavirus-Infektion können ganz unterschiedlich ausfallen. Oft verläuft die Erkrankung unbemerkt oder mit milden Symptomen, aber sie kann auch grippeähnliche Beschwerden hervorrufen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Bauchschmerzen, Durchfall und sogar Erbrechen – all das kann nach einer Inkubationszeit von 2 bis 4 Wochen auftreten, in seltenen Fällen sogar bis zu 60 Tage später. Und als wäre das nicht genug, kann es in schweren Fällen zu Nierenversagen kommen. Das macht einen beim Frühjahrsputz gleich doppelt vorsichtig.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sind einige Schutzmaßnahmen beim Putzen sehr zu empfehlen. Lüften Sie ausreichend, um frische Luft ins Haus zu lassen, und vermeiden Sie es, beim Staubwischen zu viel aufzuwirbeln. Eine feuchte Reinigung ist hier das A und O. Das Tragen einer FFP3-Maske kann ebenfalls helfen, sich vor den Viren zu schützen. Lebensmittel sollten Sie unzugänglich aufbewahren und es den Nagern schwer machen, Unterschlupf zu finden. Bei starkem Mäusebefall sollten Sie nicht zögern, ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen zu Rate zu ziehen – das ist nicht nur sicherer, sondern auch deutlich weniger unangenehm.

Was tun bei Kontakt?

Wenn Sie den Verdacht haben, mit Hantaviren in Kontakt gekommen zu sein, zögern Sie nicht, eine Arztpraxis aufzusuchen. Und falls Sie auf tote Nagetiere oder deren Kot stoßen, sollten Sie unbedingt Einmalhandschuhe tragen. Diese Materialien entsorgen Sie am besten über den Restmüll in verschlossenen Plastikbeuteln. Und nicht vergessen: Nach der Beseitigung gründlich Hände waschen und, wenn nötig, desinfizieren. Umso wichtiger ist es, in der Frühjahrsputz-Saison auf die eigene Gesundheit zu achten!

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Die Hantavirus-Infektion wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern erfolgt in der Regel über infizierte Nagetiere. Der Virus gelangt über Urin, Kot oder Speichel der Tiere in die Umwelt. Das bedeutet, dass wir uns vor allem in Gegenden mit steigenden Nagetierpopulationen, die durch trockene Sommer und reichlich Nahrung begünstigt werden, in Acht nehmen sollten. Die Hantaviren bleiben bis zu 14 Tage in den Körperausscheidungen infektiös, selbst wenn das Material austrocknet. Auch als Aerosole können sie in die Luft gelangen, was das Risiko noch weiter erhöht.

Wenn Sie also in den kommenden Wochen mit dem Frühjahrsputz beginnen, denken Sie daran, sich nicht nur um den Staub zu kümmern. Halten Sie Ausschau nach den kleinen, unerwünschten Begleitern und schützen Sie sich und Ihre Familie. Weitere Informationen können Sie beim Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr oder auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts finden. So wird der Frühjahrsputz nicht nur zum frischen Start in den Frühling, sondern auch zum sicheren Rundum-Check für Ihr Zuhause.