Feier der Handwerkskunst: Absolventen des Tischlerhandwerks im Main-Kinzig-Kreis geehrt
Am vergangenen Freitag war es endlich soweit: Die feierliche Erhebung der Absolventinnen und Absolventen in den Gesellenstand fand im Main-Kinzig-Kreis statt. Ein Moment, der nicht nur für die frischgebackenen Gesellen, sondern auch für ihre Familien und Freunde ein ganz besonderes Ereignis war. Die Veranstaltung, die in enger Kooperation mit den regionalen Tischler-Innungen, der Kinzig-Schule Schlüchtern und der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern organisiert wurde, zog zahlreiche Gäste an und bot eine hervorragende Gelegenheit, die Talente des Tischlernachwuchses zu würdigen.
Landrat Thorsten Stolz ließ es sich nicht nehmen, den neuen Gesellinnen und Gesellen persönlich zu gratulieren. „Euer handwerkliches Geschick und eure Kreativität sind die Zukunft des Tischlerhandwerks“, so Stolz. Die Atmosphäre war voller Stolz und Freude. Wer jedoch dachte, das wäre alles, der irrt sich gewaltig! Im Main-Kinzig-Forum gab es zusätzlich eine Tischlerausstellung, die mit beeindruckenden Gesellenstücken aufwartete. Die Arbeiten, die dort präsentiert wurden, spiegelten nicht nur handwerkliche Präzision wider, sondern auch eine gehörige Portion kreativer Ideen. Ein wahrhaft inspirierender Anblick!
Die Bedeutung der Ausbildung
Holger Faust, der Obermeister der Tischler-Innung, nahm sich die Zeit, die hohe Qualität, Kreativität und Leidenschaft des Tischlerhandwerks zu betonen. Diese Eigenschaften sind nicht nur wichtig für die individuelle Karriere, sondern auch für die gesamte Branche. Anett Kuykendall, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, hob die große Bedeutung der dualen Ausbildung hervor, die die Grundlage für eine erfolgreiche Karriere im Tischlerhandwerk bildet. Die Ausbildung, die in der Regel drei Jahre dauert, erfolgt im dualen System – das heißt, Azubis verbringen Zeit sowohl in einem Meisterbetrieb als auch in der Berufsschule. Ein Praktikum in einer Werkstatt wird oft empfohlen, um ein Gefühl für die Realität des Berufs zu bekommen.
Die frischgebackenen Gesellen haben nun die Möglichkeit, in verschiedenen Betrieben zu arbeiten. Und das ist noch längst nicht alles! Wer noch tiefer in die Materie eintauchen möchte, kann fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen zur Spezialisierung in Betracht ziehen. Der Erwerb des Meisterbriefs (Bachelor Professional) eröffnet zudem Türen zu noch mehr Möglichkeiten, wie etwa der Leitung eines eigenen Betriebs oder der Ausbildung von Lehrlingen. Der Weg ist also weit und vielfältig.
Ein Schaufenster des Handwerks
Die Ausstellung, die die Leistungsfähigkeit und Modernität des Tischlerhandwerks unter Beweis stellt, ist bis Ende Juni 2026 im Main-Kinzig-Forum zu sehen. Hier können Besucher die herausragenden Gesellenstücke bewundern, die mit viel Liebe zum Detail und handwerklichem Geschick angefertigt wurden. Dies ist nicht nur ein Schaufenster für die Region, sondern auch eine hervorragende Gelegenheit, die Kreativität der neuen Generation von Tischlern zu feiern. Die Arbeiten zeugen von einem hohen Maß an Können und einer Leidenschaft, die in jedem Stück steckt.
Das Tischlerhandwerk bietet zudem viele berufliche Perspektiven: Ob als Gestalter im Handwerk, als Gebäudeenergieberater für klimafreundliche Umbauten oder als Restaurator für Kulturgüter – die Möglichkeiten sind schier endlos. Auch Fortbildungen im Bereich Veranstaltungstechnik oder Betriebswirtschaft öffnen weitere Türen und zeigen, wie vielseitig dieser Beruf ist. Die nächsten Jahre dürften also spannend werden für die neuen Gesellen und Gesellinnen!
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