Ein Leben für die Menschen: Abschied von Manfred W. Franz
Die Nachricht über den Tod von Manfred W. Franz hat viele im Main-Kinzig-Kreis tief getroffen. Der ehemalige Bürgermeister von Freigericht und langjährige Kreispolitiker starb am Montag im Alter von 79 Jahren. Landrat Thorsten Stolz (SPD) äußerte sein Bedauern und seinen Respekt für die Arbeit, die Franz im Dienste der Bürger geleistet hat. Es war nicht nur ein Verlust für die Familie und Freunde, sondern auch für die gesamte Gemeinde und die politische Landschaft.
Franz war ein Mann, der das politische Leben in Freigericht über Jahrzehnte prägte. Als Gründungsmitglied des Main-Kinzig-Kreises und Vertreter der CDU im Kreistag des Altkreises Gelnhausens von 1972 bis 1982 sowie im Kreistag des Main-Kinzig-Kreises nach der Gebietsreform, war er ein fester Bestandteil der regionalen Politik. Von 2006 bis 2016 nahm er erneut ein Kreistagsmandat ein und war in verschiedenen Ausschüssen aktiv, darunter der Haupt- und Finanzausschuss und der Ausschuss für Jugend und Sport, wo er von 1981 bis 1982 den Vorsitz innehatte.
Ein Leben für die Kommunalpolitik
Sein Engagement ging weit über die Grenzen von Freigericht hinaus. Ab 1982 arbeitete er in der Kreisverwaltung des Main-Kinzig-Kreises bis 1987. Später wurde er, nach dem Wechsel der Kreiskoalition, zum Bürgermeister von Freigericht gewählt, ein Amt, das er mit Hingabe von 1989 bis 2006 ausübte. Stolz betonte, dass Franz‘ Wirken eng mit der positiven Entwicklung Freigerichts verknüpft sei. Max Schad, Vorsitzender der CDU Main-Kinzig, und Celine Marquart, Vorsitzende der CDU Freigericht, äußerten in einer Pressemitteilung ihre Trauer und würdigten Franz‘ Verlässlichkeit, Bodenständigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
Über 50 Jahre war er ein loyaler Teil der CDU und blieb der Partei bis zu seinem Tod eng verbunden. Franz war nicht nur ein Mitglied der Kreistagsfraktion, sondern auch deren Geschäftsführer vor seiner Wahl zum Bürgermeister. Seine aktive Rolle setzte sich in der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU/CSU fort, wo er über ein Jahrzehnt als stellvertretender Landesvorsitzender der KPV-Hessen diente. Für sein Engagement erhielt er die Alfred-Dregger-Medaille in Gold, die höchste Auszeichnung der CDU Hessen.
Eine bleibende Erinnerung
Viele Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis haben persönliche Erinnerungen an Manfred W. Franz. Er war ein Mann, der mit Herzblut für die Belange seiner Mitbürger eintrat. Ob in der Betriebskommission des Kreiskrankenhauses oder als Stellvertreter im Naturpark Hessischer Spessart – seine Spuren sind weitreichend. Von 1991 an war er 20 Jahre lang Stellvertreter in der Betriebskommission des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft und von 2006 bis 2011 im Rat der Region aktiv. Sein Wirken wird nicht vergessen werden.
Kommunalpolitik ist ein zentrales Element des täglichen Lebens in unseren Städten und Gemeinden. Sie betrifft die Menschen direkt – von Bauvorhaben über Schulen bis hin zu sozialen Einrichtungen. Manfred W. Franz hat mit seiner Arbeit maßgeblich dazu beigetragen, dass die Anliegen der Bürger gehört und umgesetzt wurden. Sein Tod ist nicht nur ein Verlust für die Politik, sondern für die gesamte Gemeinschaft, die er so lange begleitet hat. Die CDU Main-Kinzig spricht der Familie und den Freunden von Manfred W. Franz ihr aufrichtiges Mitgefühl aus.
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