Am 28. Mai 2026 lädt der Barbarossasaal des Main-Kinzig-Forums in Gelnhausen zu einem ganz besonderen Event ein: Die Veranstaltung „Ich wand‘re durch Theresienstadt“ beginnt um 18 Uhr, wobei die Türen bereits ab 17:30 Uhr geöffnet sind. Der Eintritt ist frei, sodass jeder die Möglichkeit hat, an diesem bewegenden Abend teilzunehmen.
Die Veranstaltung wird von der Partnerschaft für Demokratie des Main-Kinzig-Kreises in Zusammenarbeit mit dem Büro für Interkulturelle Angelegenheiten, der DEXT-Fachstelle und der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH organisiert. Im Mittelpunkt steht eine musikalische Lesung mit dem talentierten Schauspieler Roman Knižka, der Texte von renommierten Autoren wie Ruth Klüger, Ilse Weber, Leo Strauss und Gerty Spies vortragen wird.
Musik und Zeitzeugengespräch
Ein ganz besonderes Highlight des Abends ist das musikalische Begleitprogramm, das von dem Bläserquintett OPUS 45 gestaltet wird. Die Musiker, die unter anderem von der Hamburgischen Staatsoper, der Dresdner Philharmonie, dem Beethoven Orchester Bonn und der NDR Radiophilharmonie Hannover stammen, präsentieren Werke von Komponisten, die in Theresienstadt aktiv waren, darunter Pavel Haas, Hans Krása, Viktor Ullmann und Gideon Klein.
Ein weiterer bewegender Bestandteil der Veranstaltung wird ein Gespräch mit der Zeitzeugin Edith Erbrich sein, die als Kind das Ghetto Theresienstadt überlebt hat. Ihre Erlebnisse und Erinnerungen werden den Gästen einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte und die Herausforderungen jener Zeit geben.
Pädagogisches Engagement und Workshops
Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein pädagogisch-künstlerisches Projekt, das am Nachmittag Workshops für Schülerinnen und Schüler anbietet. Dieses Programm beschäftigt sich mit der Geschichte Theresienstadts und beinhaltet unter anderem die Kinderoper „Brundibár“. Hierbei wird den jungen Teilnehmenden auf kreative Weise die tragische Vergangenheit nähergebracht, um Verständnis und Empathie zu fördern.
Das Projekt wird großzügig durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, das Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ sowie den Main-Kinzig-Kreis unterstützt. Es ist wichtig zu betonen, dass die Veröffentlichung der Veranstaltung keine Meinungsäußerung der Fördermittelgeber darstellt; die Verantwortung für die inhaltlichen Aussagen liegt bei den Autorinnen und Autoren.
In einer Zeit, in der das Bewusstsein für die Vergangenheit ein zentraler Bestandteil unserer Gesellschaft ist, bietet diese Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und die Lehren, die wir daraus ziehen können, zu reflektieren. Die Verbindung von Musik, Literatur und persönlichen Erzählungen schafft einen Raum für Dialog und Erinnerung, der weit über den Abend hinaus wirkt.