Heute, am 6. Juni 2026, war es endlich soweit: Die Brüder-Grimm-Schule in Steinau am Schloss wurde feierlich zum ersten Mal als „Naturpark-Schule“ ausgezeichnet. Ein Ereignis, das in der Region Main-Kinzig-Kreis mit viel Freude und Stolz gefeiert wurde! Christian Zimmermann, der Bürgermeister von Steinau, ließ es sich nicht nehmen, bei der Urkundenübergabe anwesend zu sein. Zusammen mit Jannik Marquart, dem Schuldezernenten, und Regina Gärtner, der Konrektorin der Brüder-Grimm-Schule, wurde die Auszeichnung in einem festlichen Rahmen überreicht. Auch Hans Hess vom Naturpark, Guido Seib, die Schulleitung der Brüder-Grimm-Schule, Thomas Will vom Schulamt und Naturparkführerin Nadine Stürmer waren dabei.

Die Brüder-Grimm-Schule und die Grundschule Vollmerz sind die ersten Schulen, die diese besondere Auszeichnung im Naturpark Hessischer Spessart erhalten haben. Die Auszeichnung wurde im Auftrag des Verbands Deutscher Naturparke (VDN) vergeben. Diese Schulen verpflichten sich nicht nur, die Themen Natur, Landschaft, Kultur und nachhaltige Entwicklung in ihren Unterricht zu integrieren, sondern auch das Lernen „draußen“ zu fördern. So wird das Klassenzimmer auf spannende Weise in die Wiesen, Wälder und Gewässer der Region verlegt.

Ein unvergesslicher Tag

Die Ehrung der Brüder-Grimm-Schule fand im Rahmen der Projektwoche „Der Natur auf der Spur“ statt, bei der die Schülerinnen und Schüler sich intensiv mit heimischen Tieren und Pflanzen auseinandersetzten. Sie bauten Nisthilfen, untersuchten Fossilien und Mineralien – die Begeisterung war förmlich greifbar. Und die Grundschule Vollmerz erhielt ihre Zertifizierung im Rahmen des 800-jährigen Bestehens des Ortes. Ein doppelter Grund zum Feiern!

Besonders herzerwärmend war die Aufführung des traditionellen „Degenfelder Liedes“ durch die Kinder – ein Moment, der die Anwesenden tief berührte. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Schulen bereits jetzt Projekte wie einen Schul- und Färbergarten in Steinau und eine Benjeshecke an der Grundschule Vollmerz umgesetzt haben. Solche Initiativen zeigen, wie ernst es den Schulen mit ihrer Verpflichtung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung ist.

Ein starkes Netzwerk

Die Zusammenarbeit mit den Naturparkführenden, ehrenamtlichen Fachleuten und regionalen Partnern macht das Ganze erst richtig lebendig. In einem intensiven Vorbereitungsjahr wurden gemeinsame Bildungsangebote entwickelt, die den Kindern nicht nur die Besonderheiten ihrer Heimat näherbringen, sondern sie auch aktiv in die Mitgestaltung ihrer Umwelt einbeziehen.

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Die Kriterien für die Auszeichnung zur Naturpark-Schule sind dabei alles andere als geheimnisvoll. Schulen müssen sich verpflichten, regelmäßig Themen aus ihrer Region zu behandeln, darunter biologische Vielfalt, Natur und Landschaft, aber auch Kultur und Handwerk. Exkursionen und Projekttage sind fester Bestandteil des Curriculums, und auch die Zusammenarbeit mit Förstern, Naturschützern und Landwirten sorgt dafür, dass die Schüler hautnah erfahren, was es bedeutet, in einer so reizvollen Region zu leben.

Das Ziel ist klar: Die Kinder sollen nicht nur lernen, sondern auch motiviert werden, sich für ihre Region einzusetzen und den Wert ihrer Heimat zu schätzen. Indem sie ökologische, ökonomische und soziale Themen verstehen, werden sie befähigt, ihre eigenen Lebens- und Konsumentscheidungen zu reflektieren und aktiv die Gesellschaft mitzugestalten. So wird aus bloßer Theorie praktische Lebensrealität.

Für interessierte Schulen gibt es auf der Webseite des Naturparks Hessischer Spessart weitere Informationen. Ein Blick darauf lohnt sich, denn es geht um mehr als nur eine Auszeichnung – es geht um die Zukunft unserer Kinder und die Welt, in der sie leben wollen.