Baustelle Rente: IG BAU fordert sofortige Reformen gegen Altersarmut und für bezahlbares Wohnen
Im Main-Kinzig-Kreis rumort es gewaltig. Die Gewerkschaft IG BAU hat lautstark Alarm geschlagen – und das zu Recht. In einer Region, in der der Staub der Baustellen fast zur Luft gehört, fordern die Bauarbeiter eine Reform, die nicht nur auf dem Papier existieren sollte, sondern echten Menschen helfen muss. Die IG BAU plädiert für einen Expresszugang in den Ruhestand für Bauarbeiter. Der Grund? Von 5.720 Bauarbeitern in der Region sind nur 220 älter als 63 Jahre. Das spricht Bände, oder? Gernot Sattler, der Vorsitzende der IG BAU Hessen-Mitte, hat es bereits mehrfach betont: Viele dieser hart arbeitenden Männer und Frauen sind vor 60 Jahren gesundheitlich am Ende ihrer Kräfte. Anpacken, schaufeln, stemmen – das geht nicht bis 67!
Die Pläne der Rentenkommission, die eine längere Arbeitszeit bis 67 Jahre vorsehen, stoßen auf massive Kritik. Sattler und seine Leute fordern eine Flexi-Rente, als eine Art sanfter Übergang in den Ruhestand, besonders für Berufe, die körperlich alles abverlangen. Der Appell an die Bundestagsabgeordneten ist klar: Überarbeitet die Rentenpläne, wenn ihr die Attraktivität harter Berufe erhalten wollt! Es steht auf der Kippe – und das Vertrauen in den Staat wird gefährdet, wenn die Rente mit 63 kurz vor der Erreichung der Beitragsjahre abgeschafft wird. Im Main-Kinzig-Kreis leben 66.400 Baby-Boomer, die allesamt betroffen sind und in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehen wollen. Ein gewaltiger Umbruch steht bevor.
Altersarmut als drängendes Problem
Ein weiteres, bedrückendes Thema ist die Altersarmut, die unter Rentnern immer mehr zum Problem wird. Robert Feiger, der Bundesvorsitzende der IG BAU, schlägt Alarm: In den letzten 15 Jahren ist die Zahl der Rentner, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind, um 70% gestiegen! 2010 waren es noch 2,5%, heute schon 4,3%. Und das, meine Damen und Herren, ist keine kleine Zahl. Feiger fordert eine Stärkung der gesetzlichen Altersvorsorge, damit die Rente endlich zum Leben reicht. Dabei ist es nicht nur eine Frage der Zahlen – es ist eine Frage der Menschenwürde!
„Die Mieten dürfen nicht in Armut stürzen“, betont Feiger und das ist ein Aufruf, den wir ernst nehmen sollten. Ein Vorschlag, der auf dem Tisch liegt: Erhöhung der Renten im unteren Bereich bei gleichzeitiger Senkung der hohen Renten. Das klingt doch nach einem Plan, oder? Hohe Vermögenseinkommen, wie Dividenden und Zinsen, sollen zur Finanzierung der gesetzlichen Rente herangezogen werden. Schließlich haben viele Baby-Boomer für Niedriglöhne geschuftet und Phasen der Arbeitslosigkeit erlebt. Ein Teufelskreis, der dringend durchbrochen werden muss, um Altersarmut zu verhindern und den sozialen Frieden zu wahren!
Bezahlbares Wohnen als soziale Frage
Und dann ist da noch das Thema bezahlbares Wohnen – die soziale Frage Nummer 1. In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen, während die Mieten weiter steigen, trotz der Versprechen der neuen Bundesregierung. Das ist ein echtes Dilemma! Bezahlbare Wohnkosten sind nicht nur wichtig für die Mieter, sondern auch für die gesamte Wirtschaft. Jeder siebte Euro der Bruttowertschöpfung hängt mit dem Wohnungsbau zusammen. Feiger fordert mutige Reformen und ein umfassendes Konjunkturprogramm für den Wohnungsbau. Wenn wir hier nicht anpacken, wird der soziale Frieden bald auf der Kippe stehen.
In der Summe – und das ist die traurige Wahrheit – drängt die Zeit. Die IG BAU hat klare Forderungen, die nicht nur für die Bauarbeiter im Main-Kinzig-Kreis, sondern für viele Menschen in Deutschland von Bedeutung sind. Die Rente muss reformiert werden, der Wohnungsbau muss angekurbelt werden, und die Altersarmut muss ein für alle Mal der Vergangenheit angehören. Die Zukunft liegt in unseren Händen – jetzt ist es an der Zeit, mutig zu handeln!
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