Im Main-Kinzig-Kreis gibt es einen Ort der Hoffnung, der Zusammenhalt und Teilhabe für Menschen mit Behinderung bietet. Der Verein Selbsthilfe Körperbehinderter Main-Kinzig e.V. hat das 25-jährige Bestehen der SHK Service gGmbH gefeiert. Ein Anlass, der mehr als nur ein Jubiläum ist; es ist ein Zeugnis für den unermüdlichen Einsatz, der hinter dieser beeindruckenden Entwicklung steht. Gegründet im Januar 2001, ist die SHK Service gGmbH von weniger als zehn auf über 320 Mitarbeitende gewachsen. Das ist nicht nur eine Zahl, sondern ein Zeichen für die Wichtigkeit ihrer Arbeit – die Schaffung von Wohnraum und Unterstützung für Menschen mit und ohne Behinderung.

Bei einem festlichen Jubiläumsakt in der Klosterberghalle in Langenselbold ließ Uwe Schneider, der Vorsitzende des Vereins, die letzten 25 Jahre Revue passieren. Die SHK-Gruppe hat in Erlensee Wohnraum für 150 Menschen geschaffen – das sind 85 Wohnungen, in denen ein Leben in Gemeinschaft und Selbstbestimmung möglich ist. Und der Behindertenfahrdienst? Der ist rund um die Uhr für die Menschen da, die auf diese Mobilität angewiesen sind. Jetzt mal ehrlich, das ist eine enorme Leistung!

Ein starkes Bekenntnis zur Inklusion

Die SHK ist nicht nur lokal aktiv, sondern hat auch eine Zweigstelle in Bad Soden-Salmünster und bietet Teilhabeberatung in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern an. In einer Zeit, in der der gesellschaftliche Druck auf Inklusion und Barrierefreiheit wächst, ist die Gründung der SHK BeWo im Jahr 2021 ein weiterer wichtiger Schritt. Diese Initiative bietet kurzfristige, barrierefreie Übergangswohnmöglichkeiten für Menschen nach einem Unfall oder einer Krankheit an. Ein klarer Beweis dafür, dass Menschenrechte auch in der Praxis umgesetzt werden müssen.

Das hat Geschäftsführer Rasim Kohaupt bei der Jubiläumsfeier eindrucksvoll betont. Er wies auf die Bedeutung der SHK für die Gleichstellung und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hin. Eine Perspektive, die auch Kreisbeigeordnete Cornelia Rück unterstützt, indem sie die Wichtigkeit der Barrierefreiheit für die gesellschaftliche Teilhabe hervorhebt. In diesem Kontext ist auch der Stadtrat Wolfgang Gierhake nicht untätig geblieben – er bezeichnet Erlensee als Vorzeigekommune für barrierefreie Maßnahmen. Das klingt doch nach einer positiven Entwicklung, oder?

Herausforderungen und Forderungen

Doch der Blick auf die Zukunft ist nicht nur rosig. Besorgnis erregend sind die Stimmen von Michael Schimanski und Sven Malsy, die lautstark forderten, dass ambulante, personenzentrierte Hilfe zur Regel werden muss. Ihr Appell ist klar: Kürzungen der Eingliederungshilfe dürfen nicht auf die Tagesordnung kommen. Kohaupt ergänzte, dass solche Kürzungen langfristig zu höheren gesellschaftlichen und finanziellen Folgekosten führen könnten. Und das möchte wirklich niemand sehen.

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Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind nicht zu unterschätzen. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Einsparungen bei der Assistenz für Menschen mit Behinderung Millionen von Personen ausschließen können. Die Bundesvorsitzende des BSK, Verena Gotzes, sowie Jörg Bechtold, Referent für Barrierefreiheit, betonen in einem Interview, dass die Gleichstellung und soziale Teilhabe als essenzielle Menschenrechte betrachtet werden müssen. Kürzungen in diesen Bereichen werden als Angriffe auf demokratische Grundrechte angesehen.

Teilhabe und Barrierefreiheit, so die klare Botschaft, dürfen nicht von finanziellen Mitteln abhängig sein. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, und Zugänglichkeit ist dafür fundamental. Die Forderung nach starken Strukturen für Inklusion, Schutz und Gleichberechtigung wird immer lauter. Und das ist gut so.

Was bleibt, ist der Dank von Kohaupt an alle Mitarbeitenden, Kunden, Angehörigen und Kooperationspartnern für ihre Unterstützung in den letzten 25 Jahren. Auch wenn der Weg nicht immer einfach war, so ist die SHK doch ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man gemeinsam etwas bewirken kann. Es ist eine inspirierende Geschichte, die noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

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