Es ist ein sonniger Tag hier in Kassel, und während die Leute durch die Straßen flanieren, stellt sich eine Frage, die immer mehr Menschen beschäftigt: Wie wirkt sich das Laden von Elektroautos auf unser Essverhalten aus? Eine spannende Studie des Marktforschungsunternehmens Civey im Auftrag von DA Direkt hat genau das untersucht. Im März 2026 wurden etwa 2500 Bundesbürger und 1000 E-Auto-Fahrer befragt. Die Ergebnisse könnten für die E-Auto-Gemeinde durchaus überraschend sein.
Über 50% der E-Auto-Fahrer geben an, während des Ladevorgangs zu snacken oder sogar zu essen. Ein Viertel nutzt die Ladepause, um sich auszuruhen oder ein Nickerchen zu machen. Da fragt man sich, wo da die Bewegung bleibt! Nur 6% der Befragten nutzen die Zeit für sportliche Aktivitäten. Ein interessantes Phänomen, das die Forscher als „Ladepositas“ bezeichnet haben. Dieser Begriff beschreibt das ungesunde Essverhalten, das während der Ladepausen auftritt. Mängel an der Aufenthaltsqualität an öffentlichen Ladestationen, wie fehlende Sanitäranlagen und Überdachungen, werden oft als Gründe für dieses Snacking genannt.
Die Einsamkeit der Ladepause
Die Studie zeigt, dass 31% der E-Auto-Fahrer die Ladezeit für Einkäufe oder Besorgungen nutzen. Das klingt ja fast nach einem kleinen Ausflug! Aber was ist mit der Langeweile? Silvia Künnemann von DA Direkt warnt davor, dass gerade diese Langeweile beim Laden zu ungesundem Snacken im Auto führt. Und das kann langfristig zu Übergewicht führen – nicht gerade die beste Nachricht für alle, die auf ihre Gesundheit achten wollen. Kurzfristig könnte sich das sogar auf die Konzentration während der Fahrt auswirken!
Die Zufriedenheit mit der Ladeinfrastruktur ist ein weiteres spannendes Thema. Während etwa 86% der E-Auto-Fahrer einen Ladestopp von bis zu 20 Minuten als angenehm empfinden, geben 43% der Verbrenner-Fahrer an, dass ihre Geduld nach 10 Minuten erschöpft ist. Trotz dieser positiven Einstellung sind 38% der E-Auto-Fahrer mit der Ladeinfrastruktur zufrieden – und das ist noch Luft nach oben. Immerhin bewerten 65% der Verbrenner-Fahrer die Infrastruktur als „schlecht“.
Gesunde Alternativen für die Ladepause
Was können E-Auto-Fahrer also tun, um dem ungesunden Snacken zu entkommen? Ernährungsberaterin Yasmin Flohr hat einige Empfehlungen auf Lager. Sie rät zu kleinen, ausgewogenen Snacks wie Vollkornbrot mit Hüttenkäse, Rohkost und gekochten Eiern oder einem griechischen Joghurt mit Beeren und Haferflocken, verfeinert mit Nüssen. Auch ein belegtes Vollkornbrot mit Linsenaufstrich, Tomatenscheiben und Rucola könnte eine schmackhafte und gesunde Option sein. Auf diese Weise bleibt der Blutzucker stabil, und die E-Auto-Fahrer können fröhlich weiterfahren, ohne sich um ihre Gesundheit sorgen zu müssen.
Aber zurück zur Ladeinfrastruktur: Die größten Schmerzpunkte für E-Auto-Fahrer sind intransparente Preisstrukturen, fehlende Schnelllader und eingeschränkte Zahlungsmöglichkeiten. Viele Fahrer wünschen sich mehr Schnelllademöglichkeiten, um nicht so lange auf den Nachschub an Strom warten zu müssen. Komischerweise wird häufig eine spezifische App benötigt, um den Ladevorgang zu starten – einfache EC-Kartenzahlung ist oft nicht möglich.
Insgesamt zeigt die Studie eindrücklich, dass die Ladepausen für viele E-Auto-Fahrer zu einer Snackfalle werden können. Es bleibt spannend, wie sich die E-Mobilität und die dazugehörige Infrastruktur in den kommenden Jahren entwickeln werden. Vielleicht wird die nächste Umfrage ja zeigen, dass auch das Essen beim Laden gesünder geworden ist!