Wiesbaden feiert die „Stille Stunde“: Ein Jahr voller Ruhe und Inklusion
Heute ist der 3.07.2026 und in Wiesbaden wird ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert. Die „Stille Stunde“, eine Initiative, die am 7. Juli 2025 ins Leben gerufen wurde, kann auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurückblicken. Ein Jahr, in dem diese Stadt – die erste in Deutschland, die eine solche Initiative stadtweit koordiniert – einen Schritt in Richtung eines reizärmeren Umfelds für Menschen mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen gemacht hat. Schirmherrschaften über diese bemerkenswerte Idee haben die hessische Sozialministerin Heike Hofmann und der Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende übernommen. Ein tolles Zeichen für Inklusion und Sensibilität!
Die Idee dahinter? Menschen, die unter Reizüberflutung leiden, sollen einen Raum finden, in dem sie zur Ruhe kommen können. Das Konzept hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass es nun auch im Radio Einzug hält! Ab dem 29. Juni wird „Die Stille Stunde im Radio“ auf Antenne Wiesbaden ausgestrahlt. Viermal pro Woche, von Montag bis Donnerstag, können die Hörer von 20 bis 21 Uhr in ein beruhigendes Sounduniversum eintauchen. Mit sanften Moderationen und einer wohlüberlegten Musikauswahl wird hier ein reizarmes Hörerlebnis geschaffen.
Ein Ort der Ruhe
Ein weiterer Partner, die Evangelische Marktkirche, hat ebenfalls ihren Beitrag geleistet. Jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr verwandelt sich die Kirche in einen „Kirchenraum der Stille“. Während dieser Zeit schweigen die Turmglocken und Kirchenglocken, und Gespräche werden leise geführt – eine Oase der Ruhe im hektischen Alltag. Das gedimmte Licht sorgt zusätzlich für eine entspannende Atmosphäre. Wie wohltuend!
Und das ist noch nicht alles. Ab September werden auch die mattiaqua-Betriebe, das Freizeitbad Mainzer Straße und die Kaiser-Friedrich-Therme, Teil dieser stillen Initiative. Einladungen an Unternehmen und Organisationen, sich an der „Stillen Stunde“ zu beteiligen, stehen nach wie vor offen. Die Stadt Wiesbaden zeigt damit, dass sie bereit ist, neue Wege zu gehen, um ein inklusives und reizarmes Umfeld zu schaffen.
Ein Jahr voller Möglichkeiten
Über das erste Jahr der „Stillen Stunde“ könnte man ein ganzes Buch schreiben. Die Erfolge sind nicht nur messbar, sie sind auch spürbar. Man fühlt die Veränderung in der Luft – oder besser gesagt, die Stille. Menschen finden zusammen, um über Vieles zu sprechen, was oft in der Hektik des Alltags untergeht. Das ist nicht nur eine Initiative, sondern ein wahrer Meilenstein für die Stadt und ihre Bürger.
Und so wird Wiesbaden auch in Zukunft ein Ort sein, an dem Inklusion nicht nur ein Wort ist, sondern gelebt wird. Die „Stille Stunde“ ist ein schönes Beispiel dafür, wie eine Stadt auf die Bedürfnisse ihrer Bürger eingehen kann. Es bleibt spannend zu sehen, welche neuen Ideen und Partnerschaften das nächste Jahr bringen wird.
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