Am 1. Mai, dem Tag, der in der Luft nach Frühling und Feierlaune duftet, strömten die Menschen in Scharen zu den Maifesten im Offenbacher Ostkreis. Die strahlende Sonne und fast sommerliche Temperaturen sorgten dafür, dass die Besucherrekorde in Mainflingen und anderswo gebrochen wurden. Die Freiwillige Feuerwehr Mainflingen lud ein, und die Feierlichkeiten am Main wurden zu einem echten Highlight. Ein Fest, das nicht nur für Geselligkeit, sondern auch für musikalische Beiträge sorgte. Der traditionelle Sängerfrühschoppen, bei dem mehrere Chöre wie der Männerchor der Germania Seligenstadt und der Liederkranz Zellhausen auftraten, zog zahlreiche Zuhörer an. Ein gemeinsamer Auftritt des Liederkranzes mit der Turngemeinde Seligenstadt sorgte für besonderen Glanz.
Die Gaumenfreuden fehlten natürlich auch nicht – die beliebte Spezialität „Eier mit Speck“ erfreute sich großer Beliebtheit. Die Veranstalter zeigten sich mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Festes. Und nicht nur dort, auch die Kolpingfamilie Klein-Krotzenburg feierte ein rundum gelungenes Maifest. Auf dem Vereinsgelände „Paradies“ warteten Burger, Pommes, Würstchen, Leberkäse, Handkäs und selbstgebackene Kuchen darauf, verzehrt zu werden. Wer Kinder hatte, konnte die Kleinen im Kinderprogramm mit Spielgeräten, Schminken, Glitzer-Tattoos und Helium-Ballons bestens unterhalten. Köhlerküssen – wie süß! Die Kolpingfamilie blickt schon jetzt voller Vorfreude auf das nächste Jahr.
Tradition und Brauchtum
Der 1. Mai hat nicht nur in der Region eine besondere Bedeutung. Er ist auch untrennbar mit der Walpurgisnacht verbunden, die in der Nacht zuvor gefeiert wird. Ursprünglich ein Fest, an dem Hexen um ein Feuer tanzten, hat der Tag seine Wurzeln in der Frühjahrszeit und dem Brauchtum, das die Rückkehr des Frühlings feiert. Die heilig verehrte Nonne Walburga, deren Gedenktag auf den 1. Mai fällt, sorgt für eine interessante Verbindung zwischen christlicher und heidnischer Tradition. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise werden zu dieser Zeit Hexenfeuer entzündet, um böse Geister zu vertreiben. Ein Brauchtum, das viele in den Bann zieht.
Mit dem 1. Mai, der als Tag der Waffenschau seit dem 8. Jahrhundert begangen wurde, feiern die Menschen auch die Ankunft des Frühlings. Die Verbindung zu den Gewerkschaften ist eine weitere Facette dieses besonderen Tages. Der Generalstreik in den USA 1886, der für bessere Arbeitsbedingungen eintrat, führte zur Etablierung des 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“. Ein Tag, der durch seine verschiedenen Facetten sowohl historische als auch gegenwärtige Bedeutung hat.
So wird der 1. Mai auch heute noch auf vielfältige Weise gefeiert. In der Region sind die Maifeiern ein Höhepunkt mit guter Musik, leckerem Essen und fröhlichem Beisammensein. Die Menschen kommen zusammen, um das Leben zu feiern und die Ankunft des Frühlings zu genießen. Und so bleibt die Vorfreude auf die nächsten Maifeste – und die wunderbaren Traditionen, die sie mit sich bringen.