Die Verkehrsinfrastruktur in Frankfurt am Main steht vor einem umfangreichen Wandel. Die Stadt plant, im Jahr 2027 beeindruckende 30 Millionen Wagenkilometer für ihre U-Bahn und Straßenbahn zu realisieren. Dies ist Teil einer umfassenden Strategie zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, der für die Mobilität von über 760.000 Einwohner:innen und Besuchern der Stadt von zentraler Bedeutung ist.
Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, erhält die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) einen Zuschuss von 282 Millionen Euro von den Stadtwerken. Diese finanzielle Unterstützung hilft, die Einnahmen von 562,8 Millionen Euro aus Fahrgeld, Zuschüssen und anderen Quellen zu ergänzen, da diese nicht ausreichen, um die Kosten des festgelegten Leistungsangebots zu decken. Ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Stadtwerke Frankfurt Holding und der VGF sieht diesen Ausgleich vor, um die finanzielle Stabilität des Verkehrsunternehmens bis zum Jahr 2046 zu sichern.
Neue Tramkonzepte und Fahrplananpassungen
Ein weiterer spannender Aspekt ist die Einführung der ersten Stufe eines neuen Tramkonzepts, das schrittweise umgesetzt werden soll, abhängig von der Verfügbarkeit geeigneter Fahrzeuge. Dieses Konzept zielt darauf ab, Straßenbahnlinien so zu verknüpfen, dass Direktverbindungen ohne den Bau neuer Strecken ermöglicht werden. Ziel ist es, eine stabilere Betriebsqualität und verbesserte Pünktlichkeit durch gezielte Fahrzeitanpassungen zu erreichen.
Im kommenden Jahr wird die VGF daher 30 Millionen Fahrplan-Wagenkilometer auf ihren Straßen- und U-Bahnlinien anbieten. Zudem sollen bis zu 20 ältere R-Wagen als Reserve für den Stadionverkehr bereitgestellt werden. Trotz dieser umfangreichen Maßnahmen rechnet die VGF mit Mehraufwendungen von rund 0,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, was die Herausforderungen im öffentlichen Nahverkehr unterstreicht.
Vielfältige Linienangebote und aktuelle Fahrpläne
Die VGF ist nicht nur für die U-Bahn verantwortlich, sondern betreibt auch zehn Straßenbahnlinien und bietet somit eine breite Palette an Verkehrsverbindungen in Frankfurt und Umgebung. Im Gültigkeitszeitraum vom 14. Dezember 2025 bis 12. Dezember 2026 können Fahrgäste auf eine Vielzahl von Linien zugreifen, darunter die Linie 23 von Hanau Freiheitsplatz zur U-Bahn-Station Enkheim, die Linie 51 vom Industriepark Höchst Tor Ost nach Niederrad Triftstraße, und viele weitere Verbindungen, die die Stadt und ihre Umgebung abdecken.
Die VGF beschäftigt über 2.850 Mitarbeitende, darunter mehr als 900 Schienenbahnfahrer:innen, und gehört zu den größten Arbeitgebern in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Diese engagierten Fachkräfte sorgen dafür, dass an Wochentagen mehr als 380.000 Personen in der Stadt pendeln können. Im Jahr 2024 hat die VGF sogar über 180 Millionen Fahrgäste in ihren U- und Straßenbahnen befördert, was die zentrale Rolle des Unternehmens in der Frankfurter Verkehrsinfrastruktur verdeutlicht.
Insgesamt zeigt sich, dass die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) mit den geplanten Maßnahmen und Investitionen gut gerüstet ist, um die Mobilität in der Stadt zu fördern und den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Der öffentliche Dienstleistungsauftrag wird jährlich fortgeschrieben und dynamisch angepasst, um auf die sich ändernden Bedürfnisse der Bürger:innen einzugehen.