Heute ist der 25.05.2026, und in der Region Hersfeld-Rotenburg weht ein frischer Wind für die heimischen Landwirte. Der Landschaftspflegeverband Hersfeld-Rotenburg hat kürzlich eine Kennartenschulung im Ortsteil Bodes veranstaltet, die sich als echter Volltreffer entpuppte. Rund 50 Teilnehmer waren dabei, um die Identifizierung und Bewertung von Kennarten auf ihren Grünlandflächen zu erlernen. So viel Engagement! Die Schulung war nicht nur eine trockene Vorlesung, sondern ein lebendiger Austausch über die Biodiversität, die uns umgibt.
Dr. Anna Techow vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) gab spannende Einblicke in die langfristige artenreiche Bewirtschaftung von Grünland. Ihre Ausführungen waren wie ein frischer Atemzug für alle, die sich für das Wohl der Natur einsetzen. Seit 2023 können Landwirte zudem von finanziellen Unterstützungen der EU profitieren – konkret durch die Ökoregelung 5, die den Nachweis von bestimmten Kennarten honoriert. Das bedeutet: Wer sich um seine Wiesen kümmert, wird belohnt!
Praktische Umsetzung und Technikvorführung
Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, das Erlernte gleich vor Ort auf einer Wiese anzuwenden. Man spürte die Aufregung und das Interesse der Landwirte, die sich aktiv mit den Kennarten auseinandersetzten. Und als ob das nicht genug wäre, gab es zusätzlich eine Technikvorführung zu Doppelmessermähwerken in Oberhaun. Rund 30 Besucher ließen sich von Björn Leineßer von der Universität Gießen die Vor- und Nachteile dieser Mahdtechnik näherbringen.
Doppelmessermähwerke, die so schonend arbeiten, sind eine echte Entlastung für Insekten und Amphibien – und sie verdichten den Boden nicht so stark. Auch der Energieverbrauch ist geringer, was gerade in Zeiten steigender Kosten ein echter Vorteil ist. Natürlich gibt es auch hier einen Haken: Die Anschaffungs- und Wartungskosten liegen höher als bei herkömmlichen Rotationsmähwerken. Aber für die, die wirklich etwas für die Natur tun möchten, lohnt sich die Investition. Schließlich verbessert diese Technik die Futtergewinnung durch einen sauberen Schnitt und die gleichmäßige Ablage des Grases.
Ökoregelungen und Biodiversität
Ökoregelungen spielen eine zentrale Rolle beim Erhalt der wertvollen Lebensräume in unserer Region. Die Schulung bot auch einen Ausblick auf die verschiedenen Förderungen wie ÖR 1d, das die Anlage von Altgrasstreifen honoriert, und ÖR 4, das die extensive Bewirtschaftung von Grünlandflächen unterstützt. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Biodiversität in extensiv bewirtschafteten Grünlandflächen zu fördern – ein Thema, das mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.
Die Erfassung der Kennarten erfolgt dabei mit der MonaNRW App, die auch für zukünftige Schulungen in der Landwirtschaftskammer NRW und den regionalen Biologischen Stationen eine Rolle spielen wird. Informationsveranstaltungen sind geplant, um Landwirte über die Anforderungen, typischen Kennarten und die praktische Anwendung der App zu informieren.
Am 26. Mai 2026 findet eine weitere Schulung in Bünde statt, die sich mit diesen Themen beschäftigt. Unter der Leitung von Janine Fuchs und Anna Brennemann wird Theorie und Praxis vereint – und das Ganze kostenlos! Ein toller Anreiz für alle, die sich weiterbilden und aktiv zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft beitragen möchten.
Insgesamt zeigt sich hier, dass das Engagement der Landwirte in Hersfeld-Rotenburg nicht nur für die Natur, sondern auch für ihre eigene Zukunft von entscheidender Bedeutung ist. Mit dem richtigen Wissen und den entsprechenden Technologien lassen sich nicht nur die Erträge steigern, sondern auch die Vielfalt der Natur bewahren. Das ist nicht nur für die Natur wichtig, sondern auch für uns alle, die wir in dieser schönen Region leben.