Energiewende in Hersfeld-Rotenburg: Auf dem Weg zur Selbstversorgung mit Ökostrom
Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg tut sich was – und das nicht zu knapp! 2025 wurde hier eine beeindruckende Menge von 839 Millionen Kilowattstunden an regenerativ erzeugtem Strom produziert. Das entspricht sage und schreibe 74 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in der Region. Bei einem Gesamtverbrauch von rund 1,127 Terawattstunden (also 1,13 Milliarden Kilowattstunden) könnte man fast denken, wir sind auf dem besten Weg zur Selbstversorgung. Wären da nicht die noch fehlenden 288 Millionen Kilowattstunden, um diesen Status wirklich zu erreichen.
Um ein bisschen die Dimensionen zu verdeutlichen: Die erzeugte Menge an Ökostrom könnte theoretisch 240.000 Drei-Personen-Haushalte versorgen, wenn man von einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden ausgeht. Das ist schon eine kleine Stadt an Energie, die da quasi in der Luft schwebt! Und was treibt das Ganze an? Nun, die Windkraft ist der wichtigste Lieferant erneuerbarer Energien hierzulande, dicht gefolgt von der Photovoltaik. Biomasse, Wasserkraft und Kraft-Wärme-Kopplung haben eher einen kleineren Anteil. Es ist spannend zu beobachten, wie der nicht direkt verbrauchte Strom oft ins allgemeine Netz fließt, während die Kapazität von Energiespeichern stetig zunimmt. Das macht den Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom immer attraktiver.
Ein Blick auf die hessische Energiewende
Im Vergleich zu anderen Landkreisen in Hessen hat sich Hersfeld-Rotenburg sogar verbessert! Bei der installierten Leistung pro Einwohner hat man von Platz sieben auf Platz sechs aufgeholt und bei der erzeugten Energiemenge von Platz sechs auf Platz fünf. Das zeigt, dass die Energiewende hier ernst genommen wird. Aber das ist noch lange nicht alles. Der Trend zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist nicht nur lokal zu beobachten. Deutschlandweit stieg die Stromerzeugung aus diesen Quellen von 211 Terawattstunden im Jahr 2018 auf 266 Terawattstunden im Jahr 2023. Rund 53 Prozent des Bruttostromverbrauchs wurden 2023 bereits durch erneuerbare Energien gedeckt. Und die Zukunft? Ja, die sieht vielversprechend aus.
Politisch ist klar: Die Stromerzeugung aus Kohle soll bis spätestens 2038 enden. Gaskraftwerke werden weiterhin benötigt, um Spitzenlasten abzudecken – aber sie müssen schrittweise weniger produzieren. Dafür sind neue Gaskraftwerke in Planung, die mit erneuerbaren Energien wie Wasserstoff betrieben werden sollen. Das ist ein spannendes Konzept! Außerdem plant Deutschland, bis 2032 zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie bereitzustellen. Das ist nicht wenig, und die Photovoltaik soll in ähnlichem Maße ausgebaut werden. Dabei wird die Hälfte der neuen Anlagen auf Dächern installiert, die andere Hälfte nutzt Freiflächen. Diese Flächen sollen idealerweise versiegelt oder vorbelastet sein, also etwa entlang von Autobahnen.
Die Rolle der Windkraft und Photovoltaik
Was die Windkraft betrifft, so erzeugten die Anlagen 2025 mehr Strom als alle Braun- und Steinkohlekraftwerke in Deutschland zusammen. Das ist schon eine beachtliche Leistung! Da wundert es nicht, dass die installierte Windenergie-Leistung von 2018 bis 2025 um 5.100 Megawatt zulegte. Auch die Photovoltaik zeigt sich von ihrer besten Seite: Die installierte Leistung wird bis Ende 2025 auf knapp über 120.000 Megawatt steigen, nachdem sie sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt hat. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik wird mit über 91 Milliarden Kilowattstunden 2025 auch einen kräftigen Anstieg von über 21 Prozent im Vergleich zu 2024 zeigen. Es ist klar, dass diese beiden Energieformen enormes Potenzial haben, um die zukünftige Stromnachfrage zu decken.
Doch das ist noch nicht alles! Um die Emissionen im Stromsektor bis 2045 zu vermeiden, ist ein zügiger Ausbau der Anlagen unerlässlich. Die Notwendigkeit gut ausgebauter Stromnetze und leistungsfähiger Speicher wird immer deutlicher. Die Energiewende ist also nicht nur eine lokale Herausforderung in Hersfeld-Rotenburg, sondern ein nationales Anliegen, das uns alle angeht. Die Zukunft liegt in unseren Händen – und sie sieht grün aus!
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