Am 30. September 2026 ist es wieder soweit: Der dritte „Duoday“ im Landkreis Hersfeld-Rotenburg steht vor der Tür! Ein ganz besonderer Tag, der Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit gibt, in Unternehmen zu hospitieren und dabei berufliche Erfahrungen zu sammeln. Eine Chance, die oft als Sprungbrett in die Arbeitswelt dient. Im letzten Jahr haben bereits 35 Firmen mitgemacht und zahlreiche Praktika ermöglicht – ein Schritt in die richtige Richtung, könnte man sagen.
Die Schirmherrin dieses Jahr ist niemand Geringeres als die Festspiel-Intendantin Elke Hesse. Mit ihrer Unterstützung und der Organisation des Integrationsfachdienstes Hersfeld-Rotenburg wird der „Duoday“ nicht nur zu einem Event, sondern zu einem bedeutenden Ereignis, das Barrieren abbaut und Begegnungen schafft. Es wird Menschen mit geistigen, seelischen oder körperlichen Beeinträchtigungen helfen, ihre Potenziale sichtbar zu machen und Vorurteile durch praktische Erlebnisse abzubauen.
Ein Tag voller Chancen
Das Konzept ist einfach: Ein Mitarbeiter eines Unternehmens und ein Mensch mit Behinderung bilden für einen Tag ein Tandem. Dabei geht es nicht nur um ein Praktikum, sondern vielmehr um einen Perspektivwechsel, einen direkten Austausch, um Barrieren abzubauen und die Inklusion aktiv zu leben. Laut den Erfahrungen des Integrationsfachdienstes wünschen sich viele Menschen mit Beeinträchtigung eine Arbeit, in der sie ernst genommen werden, nicht nur auf ihre Defizite reduziert werden. Ein zutiefst menschlicher Wunsch, den der „Duoday“ erfüllt.
Und das Beste daran? Unternehmen haben die Möglichkeit, Inklusion ohne langfristige Bindung zu testen. Das ist doch eine feine Sache! Die Anmeldung für interessierte Firmen läuft bis zum 24. August 2026. Wer schnell ist, kann noch mitmachen. Ansprechpersonen sind Michaela Kehl-Bätz und Annette Petermann – die beiden sind die Fädenzieherinnen hinter dieser Initiative.
Inklusion als ökonomische Notwendigkeit
Der Arbeitsmarkt ist für Menschen mit Beeinträchtigungen oft ein schwer zugänglicher Ort, das ist leider Fakt. Gesetzliche Quoten gemäß § 154 SGB IX existieren zwar, doch die Realität sieht anders aus. Hier setzt der „Duoday“ an – als Katalysator für langfristige, inklusive Personalstrategien. Ein Ziel, das nicht nur für die Teilnehmenden, sondern auch für die Unternehmen von großer Bedeutung ist. In einer Zeit, in der Fachkräftemangel herrscht, wird gelebte Inklusion zur ökonomischen Notwendigkeit.
Die Bundesagentur für Arbeit fördert Inklusion aktiv und zeigt damit, dass es nicht nur um gesetzliche Vorgaben geht, sondern um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Inklusionsvereinbarung, die sie nach Paragraph 166 SGB IX geschlossen haben, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Mitarbeitende mit und ohne Behinderungen haben zusammen an der Vereinbarung gearbeitet und praxisnahe Beispiele gesammelt, um die Ziele zu erreichen. Ein Instrumentenkoffer, der anderen Organisationen als Anregung dienen kann, wird seit Januar 2021 bereitgestellt.
Der „Duoday“ 2026 wird also nicht nur ein Tag der Begegnungen, sondern auch ein Tag voller Inspiration, Austausch und einer Prise Hoffnung in die Zukunft. Wer hätte gedacht, dass ein einzelner Tag so viel bewirken kann? Es bleibt nur zu sagen: We want you! Und das nicht nur für diesen Tag, sondern auch für die Zukunft der Arbeitswelt.