In Philippsthal, einer kleinen Perle am Werratalradweg, wurde eine ganz besondere Attraktion ins Leben gerufen. Eine historische Laderschaufel, die einst in der Grube Merkers ihren Dienst tat, hat hier einen neuen Platz gefunden – und zwar als Rastplatz für Radler und Wanderer. Diese Schaufel, mit einem stolzen Gewicht von 3,5 Tonnen und den beeindruckenden Maßen von 3,5 x 1,8 x 1,7 Metern, ist mehr als nur ein Sitzmöbel; sie erzählt Geschichten aus einer Zeit, als der Bergbau in der Region boomte. Besonders schön ist der Blick, den die Schaufel auf die Fabrikanlagen und den Förderturm des K+S-Standorts Hattorf bietet. Ein Anblick, der nicht nur das Auge erfreut, sondern auch zum Nachdenken anregt.

Die offizielle Übergabe dieses Erinnerungspunktes fand kürzlich statt. Sie ist Teil des Projekts „Leben oben. Leben unten. Digitales Erleben im Kalirevier an der Werra“, das Ende März 2026 in Dankmarshausen eröffnet wurde. Interessanterweise wurde das gesamte Vorhaben von einer engagierten Arbeitsgruppe aus Vertretern der Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Wartburgkreis sowie des Regionalmanagements Nordhessen konzipiert. Die Schaufel selbst wurde freundlicherweise vom Bergbau-Unternehmen K+S zur Verfügung gestellt und erhielt sogar eine gemütliche Sitzbank, sodass Besucher eine kleine Pause einlegen können, um die Umgebung zu genießen.

Interaktive Erlebnisse und mehr

Ein besonderes Highlight ist die Infotafel, die an der Schaufel angebracht ist. Über einen QR-Code können Besucher spannende Informationen zum Berufsbild des Bergmanns abrufen. Dies schafft nicht nur einen Bezug zur Geschichte, sondern macht das Ganze auch interaktiv und ansprechend für Jung und Alt. Die Laderschaufel steht zwischen dem Kernort Philippsthal und Harnrode und ist Teil von vier geplanten Rastplätzen entlang des Radwegs. Zwei weitere Schaufeln wurden bereits in Dankmarshausen und Tiefenort aufgestellt, und eine vierte Schaufel soll in Heringen folgen – eine kleine Route, die den Besuchern die Technik und das Leben unter Tage näherbringen soll.

Das Projekt wird übrigens finanziell aus dem Förderprogramm „Zukunft Kaliregion 2.0“ unterstützt. Ein wichtiger Schritt, um das Erbe des Kalibergbaus lebendig zu halten und gleichzeitig den Tourismus in der Region zu fördern. Zudem gibt es auch zwei Erinnerungspunkte ohne Schaufel, die mit Infotafeln zur Frühgeschichte des Salzes in Bad Salzungen und zum Kalibergbau in der DDR in Merkers aufwarten. Das ist doch mal eine spannende Art, Geschichte anschaulich zu machen!

Wir befinden uns hier in einer Region, die durch den Bergbau geprägt wurde. Das Erbe des Kalibergbaus ist nicht nur Teil der Geschichte, sondern auch ein wertvoller Bestandteil der Identität der Menschen hier. Die Laderschaufel in Philippsthal ist ein Symbol dafür, wie Geschichte lebendig gehalten werden kann, während sie gleichzeitig einen Ort der Ruhe und des Lernens schafft. Wer sich auf den Werratalradweg begibt, sollte unbedingt einen Zwischenstopp einlegen und sich von der Geschichte und der Schönheit der Umgebung inspirieren lassen.

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