Heute ist der 5.06.2026 und in Gießen gibt es Neuigkeiten, die die Theaterlandschaft aufhorchen lassen! Simone Sterr bleibt uns als Intendantin des Stadttheaters Gießen erhalten. Ja, genau, sie hat ihren Vertrag um fünf Jahre verlängert, bis zum Jahr 2032! Das wurde ganz offiziell im Rathaus unterzeichnet, und dabei waren auch Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher und Landrätin Anita Schneider, die sich beide sichtlich erfreut über diese Kontinuität zeigten.
Seit der Spielzeit 2022/23 hat Sterr das Ruder des Stadttheaters übernommen und mit frischen, zeitgenössischen Stoffen sowie einem jungen, dynamischen Ensemble das Programm geprägt. Da kann man nur sagen: Da wird Theater lebendig! Und das ist nicht alles. Becher hob die mutige Entwicklung des Theaters hervor – ein echtes Zeichen für eine lebendige Kulturszene in Gießen.
Herausforderungen und Chancen
Doch das Stadttheater Gießen hat auch seine Herausforderungen. Die dringend benötigte Sanierung, vor allem in Bezug auf die Barrierefreiheit, steht auf der Agenda. Die Gespräche mit dem Land Hessen laufen, um diese kritischen Punkte anzugehen. Barrierefreiheit ist nicht nur ein schickes Wort, sondern ein zentrales Anliegen, das jedem Menschen den Zugang zur Kultur ermöglichen sollte. Landrätin Schneider erwähnte bei der Vertragsunterzeichnung auch die Eröffnung des Theaters zur Stadtgesellschaft – ein schöner Schritt, der durch Formate wie die Sommerbühne und den Spielort Johanneskirche sichtbar wird.
Die Gießener Theaterarbeit hat inzwischen auch bundesweite Aufmerksamkeit erregt, zuletzt durch die Einladung zum Berliner Theatertreffen. Das ist ja mal eine Ansage! Mit rund 220 Mitarbeitern bleibt die finanzielle Ausstattung des Theaters stabil, und zukünftige Tariferhöhungen werden von Stadt, Landkreis und dem Land Hessen getragen. Das freut nicht nur die Angestellten, sondern auch die Zuschauer, die auf konstante Qualität hoffen dürfen.
Ein Blick in die Zukunft
Was erwartet uns in der kommenden Saison? Am Freitag wird das neue Programm für die Saison 2026/27 der Presse vorgestellt – das lässt die Herzen der Theaterliebhaber höherschlagen! Sterr selbst betont, wie wichtig eine transparente und faire Betriebsführung ist. Das klingt alles sehr vielversprechend.
Wenn wir über Barrierefreiheit sprechen, kommen wir nicht umhin, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu erwähnen. Die UN-Behindertenrechtskonvention und das Grundgesetz verpflichten uns zur gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen am kulturellen Leben. Artikel 30 der UN-BRK spricht hier eine klare Sprache. Außerdem gibt es das Bundesgleichstellungsgesetz, das dafür sorgt, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt wird. Die rechtlichen Vorgaben sind also da – nun gilt es, diese auch in der Praxis umzusetzen.
Ein neues Gesetz, das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, wird im Juni 2025 in Kraft treten und auch private Wirtschaftsakteure zur Barrierefreiheit verpflichten. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Vielfalt der kulturellen Angebote für alle zugänglich zu machen. Es geht nicht nur um das Theater, sondern um die gesamte kulturelle Landschaft in Deutschland. Und das ist schließlich ein Thema, das uns alle betrifft.
In Gießen ist die Entscheidung von Simone Sterr, das Stadttheater weiterzuführen, ein starkes Signal für die kulturelle Entwicklung der Stadt. Die Herausforderung der Sanierung und der Barrierefreiheit bleibt bestehen, doch mit einem engagierten Team und der Unterstützung der Stadt kann hier Großes entstehen. Man darf gespannt sein, welche kreativen Ideen und mutigen Projekte uns die kommenden Jahre bringen werden!